15.09.2020 07:00 |

Grazer Studentin

Kritik an Sommerschule: „Viel Arbeit, kein Lohn“

Seit Montag drücken wieder alle jungen Steirer die Schulbank. Eine Grazer Lehramtsstudentin - sie möchte anonym bleiben, der Redaktion ist ihr Name bekannt - übt nach zwei Wochen Sommerschule nun Kritik am Experiment von Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP): Es habe zu wenig Vorbereitung und keine finanzielle Vergütung gegeben.

Über 2600 Kinder waren in der Steiermark schon vor dem offiziellen Beginn zwei Wochen lang in der Schule. Bei dem Projekt sollten sie vor allem im Fach Deutsch aufholen, was während des Lockdowns verpasst wurde.

Die Sommerschule sei „sehr gut gelaufen“, betonte Bildungsminister Faßmann. Doch nun übt eine steirische Studentin, die in einer Grazer Schule unterrichtet hat, Kritik: Die Vorbereitung hatte „nichts mit den tatsächlichen Gegebenheiten zu tun“, schreibt sie. „Ohne die Schüler und deren Leistungsstand zu kennen, sollten wir eine Planung der 40 Unterrichtsstunden vorlegen.“ Die wurde dann schnell wieder verworfen, weil das Sprachniveau der Kinder teils zu schlecht gewesen sei.

„Wieso ist unsere Arbeit weniger wert?“
Außerdem beklagt sie, dass es für zwei Wochen Arbeit nur fünf ECTS-Anrechnungspunkte für das Studium gab. In Salzburg dagegen habe es 600 Euro Gage gegeben! „Wieso ist unsere Arbeit weniger wert als die der anderen?“ Trotz allem: „Den Erfahrungsgewinn möchte ich nicht missen.“

Hannah Michaeler
Hannah Michaeler
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