WWF als Verbündeter:

„Kampf um jeden Grashalm!“

Der Gegenwind für die Umfahrung Wiener Neustadt bläst immer heftiger: Nach Weihbischof Franz Scharl, der in der geplanten Straße einen heftigen Eingriff in „Gottes weisen Schöpfungsplan“ sieht, laufen auch Naturschützer immer heftiger Sturm gegen das Projekt. Als Verbündeter ist jetzt auch der WWF mit an Bord.

„Klimaschutz ist dem Land angeblich so wichtig. Doch eine Umfahrung, nach deren Fertigstellung die Umwelt jährlich mit 5000 Tonnen CO2 aus Tausenden Fahrzeugen pro Tag verpestet würde, wird als falsche Weichenstellung einfach hingenommen. Will man diesen Ausstoß kompensieren, müssten 500.000 Bäume gepflanzt werden“, kritisiert der beherzte Umweltschützer Helmut Buzzi.

Als ein Bespiel für die drohende Naturzerstörung durch die Ostspange führt er die paradiesisch-schöne Au der Warmen Fischa an: „Dieses Natura-2000-Biotop müsste für den Bau einer 800 Meter langen und elf Meter hohen Brücke in einer ungemeinen Breite gerodet werden!“ Der Widerstand in der Bevölkerung wächst wegen solcher „Verbrechen an der Umwelt“ immer mehr.

Nachdem sich – wie berichtet – Weihbischof Scharl als Schöpfungsbewahrer erwiesen hat, ist jetzt auch der WWF mit moralischer Unterstützung an Bord. Das allerdings hat bisher weder Stadtchef Klaus Schneeberger noch die Naturschutzabteilung des Landes berührt. Ebenso wenig wie die gigantische Schottergrube, die in Gerasdorf bei Wien hektarweise Grünraum verschlingen würde. Und Ministerin Leonore Gewessler schweigt ohnehin zu vielen aktuellen Umweltthemen

Mark Perry, Kronen Zeitung

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