12.08.2020 13:03 |

Mega-Prozess in Leoben

Tödliches Zugunglück: Lokführer muss vor Gericht

Das Zugunglück im obersteirischen Niklasdorf am 12. Februar 2018 mit einer Toten und 28 Verletzten hat bald ein gerichtliches Nachspiel: Der Triebwagenführer muss sich noch im Herbst wegen grob fahrlässiger Tötung, fahrlässiger teils schwerer Körperverletzung sowie wegen fahrlässiger Gemeingefährdung verantworten. Die Staatsanwaltschaft Leoben hat einen entsprechenden Strafantrag eingebracht. Ein Prozesstermin steht noch nicht fest.

Der Fernzug von Graz nach Saarbrücken war an einem Montag in Niklasdorf mit einem Regionalzug zusammengestoßen. Dabei wurde eine 58-jährige Frau getötet, ein Passagier schwer und 27 Menschen leicht verletzt. Wie nun bekannt wurde, soll der Lokführer des Regionalzuges laut den Ermittlungen keine Zustimmung zur Weiterfahrt mit seinem Zug gehabt haben. „Weiters hat er ein rotes Haltesignal nicht bemerkt, dieses hätte er aber sehen müssen“, sagt Andreas Riedler von der Staatsanwaltschaft Leoben.

Ein Termin für den Prozess steht noch nicht fest. Harald Laundl, Sprecher des Landesgerichts Leoben, erklärt, dass es ein Mega-Prozess werden könnte: Es gebe 80 Opfer, manche mit schweren Verletzungen, andere wiederum, die „nur“ gefährdet waren. Unklar sei noch, wie viele sich als Privatbeteiligte der Verhandlung anschließen. Entsprechend groß könnte der benötigte Platz werden. Klar sei, dass frühestens in der zweiten September-Hälfte verhandelt werde.

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