05.08.2020 09:14 |

Minus von 9,8 Prozent

Zahl der Asylwerber im ersten Halbjahr gesunken

Die Zahl der Anträge auf Asyl ist im ersten Halbjahr gesunken, was wohl der Coronavirus-Krise geschuldet ist. Auffällig ist heuer eine Wellenbewegung. Zu Jahresbeginn stiegen die Anträge noch stark an, beim Aufflammen der Covid-19-Pandemie gab es dann einen deutlichen Rückgang und im Juni kam es erstmals seit Beginn der Covid-Krise wieder zu einem Plus bei der Zahl der Ansuchen.

Laut Angaben des Innenministeriums wurden zwischen Anfang Jänner und Ende Juni 5424 Anträge auf Asyl gestellt, im Vergleichszeitraum 2019 waren es 6030 gewesen. Das bedeutet heuer ein Minus von 9,8 Prozent.

Tiefstwert während Shutdown im April
Antragsstärkster Monat war der Jänner mit 1504 Ansuchen, was einem Plus von mehr als 43 Prozent entsprach. Danach gingen die Zahlen sukzessive zurück. Der Tiefstwert war im April während des „Shutdown“ mit 338 Anträgen erreicht. Das war die geringste Monatszahl an Asylanträgen in diesem Jahrtausend. Im Juni gab es 1036 Ansuchen, 25 mehr als im Vorjahresmonat.

Die meisten Anträge kamen von Menschen aus Syrien (1687) und Afghanistan (1085). Insgesamt wurden heuer bis dato 3345 positive Asylentscheidungen getroffen. 1018 mal wurde subsidiärer Schutz erteilt, humanitäre Aufenthaltstitel wurden gut 900 Mal vergeben.

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