04.08.2020 21:18 |

Feuerwehren im Einsatz

Überschwemmungen in Graz und der Oststeiermark

Die Unwetter haben die Steiermark weiter im Griff: Heute traf es vor allem die Landeshauptstadt und Graz-Umgebung, aber auch in den Bezirken Weiz, Fürstenfeld und im Raum Feldbach gab es zahlreiche Überschwemmungen wegen der Regenmassen. Für die Feuerwehren war es wieder ein langer Tag - rund 1000 Florianis waren im Einsatz. 

Die steirischen Feuerwehrleute kommen momentan einfach nicht zur Ruhe: Auch am Dienstag mussten sie zu Unwettereinsätzen ausrücken. Nachdem es am Montag speziell im Mürztal gewütet hat, war diesmal wieder der Großraum Graz dran. „Wir sind momentan voll im Einsatz - binnen einer Stunde gingen knapp 90 Notrufe ein“, sagt Thomas Schmalegger von der Berufsfeuerwehr Graz im Gespräch mit der „Krone“. Auf den Grazer Straßen stand stellenweise das Wasser knöcheltief, Autos quälten sich durch die Fluten. Die Murpromenade ist gesperrt.

Besonders betroffen sind wieder die Bezirke Ries und Mariatrost aber auch St. Peter. Und auch der öffentliche Verkehr fiel dem Unwetter zum Opfer: Wegen Überschwemmungen mussten mehrere Straßenbahnlinien zeitweise eingestellt werden. Ganz besondere Probleme schien es in einer Straßenbahngarnitur gegeben zu haben, wie folgendes Instagram-Video zeigt:

Und auch zahlreiche Keller wurden überflutet: Rund 200 Notrufe hatte die Grazer Berufsfeuerwehr innerhalb von knapp drei Stunden.

Plabutschtunnel zwischenzeitlich gesperrt
Zwischenzeitlich gesperrt musste auch der Plabutschtunnel werden, weil viele Lenker aufgrund des schweren Regens nicht aus dem Tunnel fuhren. Auch die Stiftingtalstraße, wo bereits vor einigen Tagen bei einem Unwetter ein Auto in einem Bach mitgerissen wurde, ist erneut überschwemmt.

Zirkus „weggeschwemmt“
Keine Verschnaufpause auch für die Feuerwehrleute in Graz-Umgebung: Am Montag stand man in Gratwein-Straßengel, Frohnleiten, Peggau und Gratkorn bis spät in die Nacht im Unwettereinsatz - und am Dienstagnachmittag ging es wieder los. Besonders schlimm ist es diesmal im Süden des Bezirks, speziell im Raum Seiersberg.

In Kainbach waren kurzfristig bis zu 4500 Haushalte ohne Strom. In Seiersberg wurde etwa der Zirkus Knie überschwemmt. „Dazu haben wir auch noch einen Einsatz bei einem Zimmerbrand in Weinitzen“, sagt Herbert Buchgraber vom Bezirksfeuerwehrverband GU. Betroffen vom Unwetter sind auch die Gemeinden Eggersdorf, Laßnitzhöhe und Haselsdorf. Keller wurden überflutet, Bächer sind „übergegangen“ und Bäume knickten im Unwetter ein.

Auch Oststeiermark betroffen
Das Unwetter zog danach in Richtung Osten weiter - in den Bezirken Weiz und Fürstenfeld und auch im Raum Feldbach waren zahlreiche Feuerwehren im Einsatz. Sie pumpten Keller aus, räumten Straßen von Überschwemmungen frei und entfernten Verklausungen von Bächen - wie etwa in Breitenfeld in der Gemeinde Riegersburg, wo eine Brücke schwer beschädigt wurde. Dort war kurzzeitig auch ein Pkw-Lenker in den Wassermassen eingeschlossen - er wurde von der FF Riegersburg befreit.

In Fürstenfeld stand das Feuerwehrhaus selbst unter Wasser - die Florianis mussten sich also zuerst einmal selbst helfen, bevor sie ausrücken konnten um anderen zu helfen. 

Auch in Gleisdorf gab es zahlreiche Einsätze - unter anderem für die Freiwillige Feuerwehr Sulz bei Gleisdorf, die unter anderem eine überschwemmte Unterführung sperren und unterstützte benachbarte Feuerwerhren bei zalhreichen Auspumparbeiten und Sicherungsarbeiten.

Die starken Regenfälle hatten bereits in der Nacht auf Dienstag in vielen Teilen Österreichs zu Murenabgängen und Überschwemmungen geführt. Mittlerweile wird auch die Situation an Flüssen und Bächen kritisch: Hochwasser-Voralarm wurde etwa für die Enns in Steyr sowie mittlerweile auch für den Inn in Schärding (beides Oberösterreich) ausgegeben.

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