03.08.2020 17:12 |

Sohn provoziert

„Alien-Proteste“ bringen Netanyahu „zum Lachen“

Während die Proteste gegen den israelischen Premier Benjamin Netanyahu nicht abreißen, gießt sein Sohn mit provokanten Aussagen noch mehr Öl ins Feuer. Yair Netanyahu erklärte nämlich am Montag in einem Radiointerview, dass sein Vater über „Aliens bei den Protesten“ lache. „Es unterhält ihn. Die Wahrheit ist, es gibt ihm Kraft“, meinte der 29-Jährige.

Zu den Demonstranten zählen viele junge Israelis, die wegen der Krise Schwierigkeiten haben, einen Arbeitsplatz zu bekommen. Einige erscheinen kostümiert zu den Protesten, bei denen auch gesungen und getanzt wird. Auf Twitter schrieb Yair Netanyahu nach der Ausstrahlung des Interviews, auf die Kostümierten habe sich die Bezeichnung „Aliens“ bezogen.

Netanyahus Sohn ist sehr aktiv auf Twitter, er sorgt immer wieder mit Tweets für Aufsehen. Ein Gericht entschied am Wochenende, dass er Tweets löschen muss, in denen er persönliche Daten von führenden Figuren der Proteste gegen seinen Vater veröffentlicht hatte.

Die Vorwürfe gegen Netanyahu
Wurde Regierungschef Benjamin Netanyahu zu Beginn der Corona-Pandemie noch für sein Krisenmanagement gelobt, sieht er sich nun starker Kritik gegenüber. Der 70-Jährige räumte unter anderem vorschnelle Lockerungen ein. Die Arbeitslosigkeit in Israel liegt bei mehr als 20 Prozent. Für Druck auf Netanyahu sorgt auch ein gegen ihn laufender Prozess. Er ist wegen Betrugs, Untreue und Bestechlichkeit angeklagt. Netanyahu bestreitet die Vorwürfe. Seit Wochen gibt es Proteste gegen ihn, auch nahe der Residenz des Regierungschefs in Jerusalem und vor seiner Villa im Küstenort Caesarea.

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