12.07.2020 07:20 |

Das „Krone“-Interview

Thiem: „Den Alltag gibt es noch Jahre nicht!“

Tennis-Superstar Dominic Thiem verlor am Samstag das Regen-Finale seines Einladungsturniers in Kitzbühel. Im „Krone“-Interview plauderte er aber dennoch ganz locker über Belgrad, Muskeln, Freunde - und über die Tennis-Zukunft.

Welche Frage wurde dir noch nie gestellt?
(Lacht) Mmmh?

Okay, später. Du bist einer der Nice Guys auf der ATP-Tour. Fällt es dir eigentlich schwer, immer nett zu sein?
Manchmal ja. Aber eigentlich sind die meisten Menschen zu mir super-sympathisch - und ich bin vom Naturell her einfach so.

Wie bist du auf die Idee gekommen, derart an Muskelmasse zuzulegen?
Wir haben dies eigentlich schon öfters gemacht - aber in der regulären Vorbereitung waren oder sind andere Sachen wichtiger. Auch wenn es riskant ist, ich wollte mehr Stabilität, vor allem in die Rückhand bekommen. Das Timing bei den Schlägen und die Spritzigkeit haben auf jeden Fall nicht darunter gelitten.

Glaubst du an eine schnelle Normalität auf der internationalen Tennis-Tour?
Nein! Zwar werden, wenn die Tour zurückkehrt, die Spiele ganz normal sein. Turniere, wie wir sie kannten, werden wir aber noch lange vermissen. In New York, Paris oder Melbourne sind 60.000, 70.000 Leute pro Tag auf der Anlage - diesen früheren Alltag kann oder wird es wahrscheinlich noch Jahre nicht geben!

Apropos US Open: Können die Regeln des Veranstalters - etwa nur ein Betreuer - durchgezogen werden, wenn das Grand-Slam-Turnier tatsächlich stattfinden würde?
Glaub ich nicht. Drei, vier Leute müssen erlaubt sein. Es wäre extrem riskant, ohne eigenen Physio anzureisen. Dazu braucht man einen Coach vor Ort.

Hattest du in den letzten Monaten regelmäßig Kontakt zu den anderen Spielern?
Schon. Mit Diego Schwarzmann relativ oft, mit Grigor Dimitrov und Sascha Zverev die ganze Zeit. Und einige hab ich ja bereits getroffen.

Nick Kyrgios hat zuletzt auf deine Aussagen, deine Verteidigung von Zverev, wieder reagiert. Scharf.
Dazu sag ich nichts mehr. Es ist sein Recht, in ein paar Wochen ist alles vergessen.

Aber was kannst du aus Belgrad oder anderen Vorkommnissen in der Pandemie-Zeit mitnehmen?
Dass man einen solchen Fehler nicht wiederholt - wir haben alle nicht in böser Absicht gehandelt. Wir kamen aus dem Lockdown in die Normalität, sahen die glücklichen Kinder und Fans - und vergaßen dabei auf die Regeln.

Wo würdest du deinen Leistungsstand sehen?
Wenn es richtig losgeht, bin ich bereit.

Zurück zum Start. Welche Frage wurde dir noch nie gestellt?
(Lacht) Definitiv die!

Gernot Gsellmann, Kronen Zeitung

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