03.07.2020 09:23 |

Mit EZB-Unterstützung

Banken rüsten sich gegen neue Rivalen aus dem Netz

Die Europäische Zentralbank (EZB) stellt sich hinter die Initiative mehrerer europäischer Geldhäuser, ein neues einheitliches Zahlungssystem in Europa aus der Taufe zu heben. Der Vorstoß der 16 Institute aus Deutschland, Frankreich und weiteren EU-Ländern, ein solches paneuropäisches System für das Zahlen in Geschäften und im Internet zu schaffen, sei zu begrüßen, teilte die EZB mit.

Die sogenannte „European Payment Initiative“ solle alle Euro-Länder und letztendlich die gesamte Europäische Union umfassen, sagte EZB-Direktor Fabio Panetta. Die Stellung europäischer Anbieter könne dadurch gestärkt werden.

Neue Konkurrenz durch IT-Konzerne
Die EZB fordert schon seit langem mehr Anstrengungen, damit Europa im Zahlungsverkehr weniger abhängig wird von internationalen Anbietern. Bisher ist es beispielsweise nicht gelungen, bei Kartenzahlungen eine konkurrenzfähige einheitliche Alternative zu den großen US-Kreditkartenanbietern Mastercard und Visa zu entwickeln. Dazu erwächst den Finanzinstituten inzwischen neue Konkurrenz durch mobile Bezahldienste großer Technologiekonzerne wie Google Pay und Apple Pay.

Neues System soll 2022 an den Start
Laut den an der Initiative beteiligten Banken soll das neue Zahlungssystem im Jahr 2022 an den Start gehen. Ziel sei es, einen neuen Standard zu schaffen, teilten sie mit. Geplant sei, Verbrauchern und Händlern in Europa eine Karte für das Bezahlen anzubieten, aber auch eine digitale Geldbörse (digital wallet) sei Teil des Vorhabens.

Alle Formen des Bezahlens würden abgedeckt - das Zahlen an Geschäftskassen ebenso wie das Bezahlen online. Zu den beteiligten Banken gehören unter anderem die Commerzbank, die Deutsche Bank, die Geldhäuser Societe Generale und BNP Paribas aus Frankreich sowie die spanische Bankengruppe Santander. Auch die Bank-Austria-Mutter UniCredit gehört zu den Gründungsmitgliedern der Initiative.

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