16.06.2020 15:15 |

Folgt Schönborn nach

Franz Lackner neuer Chef der Bischofskonferenz

Wichtige Weichenstellung in Österreichs katholischer Kirche: Franz Lackner, gebürtiger Steirer und Erzbischof von Salzburg, ist neuer „Chef“ von Österreichs Bischöfen. Nach 22 Jahren an der Spitze der Bischofskonferenz übergibt Kardinal Christoph Schönborn (75) sein Amt damit altersbedingt an einen Nachfolger.

Am Dienstagvormittag wählten ihn Österreichs Bischöfe im steirischen Wallfahrtsort Mariazell aus ihrer Mitte: Mit Franz Lackner, 63-jähriger Erzbischof von Salzburg, machte der große Favorit das Rennen. Schon bisher war der gebürtige Feldbacher Schönborns Stellvertreter, nun steht er für die nächsten sechs Jahre an der Spitze des heimischen Episkopats. Als „Vize“ fungiert künftig Oberösterreichs Kirchen-Chef Manfred Scheuer.

„Sorgen Österreichs in Weltkirche einbringen“
Auf Lackner, der „Sorgen und Visionen Österreichs in die Weltkirche einbringen“ will, warten große Herausforderungen: Corona-Krise, Klimawandel und Flüchtlingsfrage werden Kirche und Gesellschaft noch länger beschäftigen. Schönborn, der das Amt nach 22 Jahren aus Altersgründen zurückgelegt hatte, blickte mit „Dankbarkeit“ auf die vergangenen Jahre zurück - auch wenn sie oft „konfliktreich und skandalbelastet“ gewesen seien.

Versammlung wegen Corona verschoben
Anfang März hatte Kardinal Schönborn schriftlich von sich aus seinen Rücktritt erklärt. Somit hätte ursprünglich die Wahl seines Nachfolgers bereits Mitte März stattfinden sollen. Die Frühjahrsvollversammlung der Bischofskonferenz musste jedoch aufgrund der Corona-Pandemie kurzfristig abgesagt werden - Schönborn wurde damals von den Bischöfen gebeten, sein Amt bis auf Weiteres auszuüben.

Der Vorsitzende leitet laut Statut die Vollversammlung der Bischofskonferenz, die er zuvor einberufen und mit Unterstützung des Generalsekretärs vorbereitet hat. Seine Aufgabe ist nach innen mehr die eines Moderators, gleichzeitig ist er nach außen Stimme und Gesicht des österreichischen Episkopats. Weil zu seinen Kompetenzen auch die Beziehungen zwischen Kirche und Staat gehören, hat der jeweilige Vorsitzende der Bischofskonferenz großes Gewicht in der österreichischen Kirche.

Kronen Zeitung/krone.at

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