Das wäre unglaublich

Mittendrin statt nur dabei: Hartberg im Europacup?

Mitspielen und nicht nur dabei sein wollten die Hartberger in der Meistergruppe der Fußball-Bundesliga. Dieses Unterfangen ist den Oststeirern bisher vollauf geglückt. Gegen den WAC ließen sie sich auch von einem 0:2-Rückstand nicht beirren und fuhren mit eine 4:2-Auswärtserfolg den zweiten Sieg im dritten Auftritt nach der Corona-Pause ein. Hartberg ist mitten drin im Rennen um den Europacup.

Beim vierten TSV-Tor durch den nach der Corona-Pause „entdeckten“ Linksaußen Amadou Dante (unten im Bild) hallte der Jubelschrei von Brigitte Annerl durch die Lavanttal-Arena, Markus Schopp ballte an der Linie wieder die Siegerfaust. Nach dem 2:1-Überraschungssieg beim LASK gewann Hartberg auch den zweiten Auswärtsauftritt binnen acht Tagen. Das 0:6 gegen Salzburg am Sonntag darf als abgehakt betrachtet werden.

Schopp sprach von einem „schönen Moment, den wir einzuordnen wissen“. Der Ex-Internationale machte im Lavanttal alles richtig. Der zunächst geschonte Dario Tadic leitete nach seiner Einwechslung per von ihm selbst herausgeholten Foul-Elfer die Wende ein. Der nach Gelb-Rot für Nemanja Rnic geschwächte WAC kassiert dann noch zwei weitere Gegentreffer. Schopp monierte eine gewisse Verunsicherung in den ersten 20 Minuten. „Ansonsten hat die Mannschaft aber ein gewaltiges Spiel gemacht.“

Die Bilanz kann sich sehen lassen. Zwar setzte es die Heim-Abfuhr gegen Salzburg, sie wird aber von den Erfolgen beim LASK und nun in Wolfsberg mehr als aufgewogen. „Wir wissen, wir können jeden Gegner ärgern“, erklärte Schopp, dessen Mannschaft sich auch in einer körperlich fitten Verfassung präsentiert. Am Sonntag könnte der nächste Schritt auf dem Weg zu einer möglichen Topplatzierung gelingen. Im Steirer-Derby gastiert Sturm Graz in Hartberg. Bei einem Sieg könnte der TSV die schwer angeschlagenen Grazer bereits sieben Zähler hinter sich lassen.

Ärger mischte sich in die Match-Analyse des WAC. Regisseur Michael Liendl sprach auf Sky von einem mutlosen Auftritt seiner Elf. „Vielleicht hat der eine oder andere im Kopf gehabt, dass es einfacher geht“, kritisierte der Kapitän. Nach drei Meistergruppen-Auftritten hält der WAC nun bei vier eroberten Punkten.

Für Ferdinand Feldhofer war es eine Niederlage, die schmerzte. „Wir haben eine Riesenchance ausgelassen, uns abzusetzen“, wusste der WAC-Coach nach der zweiten Niederlage seiner noch jungen Amtszeit (sieben Spiele). Nach Shon Weissmans nächstem Zaubertor - beim 2:0 verlängerte der Israeli den Ball per Ferse ins Tor - kassierten die Lavanttaler noch vor der Pause ein billiges Gegentor aus einem Konter. Danach lief nichts mehr.

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Mittwoch, 08. Juli 2020
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