13.05.2020 19:28 |

Migranten misshandelt?

Erneut schwere Vorwürfe gegen kroatische Polizei

Kroatien hat am Mittwoch neue Vorwürfe gegen Grenzpolizisten, die Migranten an der kroatisch-bosnischen Grenze misshandelt haben sollen, zurückgewiesen. Die Vorwürfe wurden in einem Bericht der Online-Ausgabe der britischen Tageszeitung „The Guardian“ erhoben. Das Innenministerium in Zagreb bezeichnete den Artikel als „einen weiteren in einer Reihe von unbegründeten Anschuldigungen gegen die kroatische Polizei“.

Es handelt sich um besonders schwerwiegende Vorwürfe. So sollen kroatische Polizisten den Geflüchteten zur Demütigung mit Sprays rote Kreuze auf die Köpfe gesprüht haben, um sie so zu markieren. In einer Mitteilung wies das Innenministerium den Bericht als „absurd“ zurück. 

Innenministerium: Keine Grenzaktivitäten zum angegebenen Zeitpunkt
In der Mitteilung hieß es, dass kroatische Polizeibeamte auf „prätentiöse Weise“, mit Voreingenommenheit und „sensationsgierigen Artikeln“ der Fremdenfeindlichkeit beschuldigt würden. Eine interne Überprüfung habe ergeben, dass die Polizei zum im Artikel angegebenen Zeitpunkt keine Aktivitäten gegen Migranten im bosnisch-kroatischen Grenzgebiet durchgeführt habe.

Konsequenter Schutz der EU-Außengrenze
Das Innenministerium zeigte sich überzeugt, dass sich die Beschuldigungen wiederholen, weil die kroatische Polizei die Maßnahmen zum Schutz der EU-Außengrenze konsequent durchführe und illegale Grenzübertritte nicht toleriere. 

Kroatische Zweifel an Auskunftsperson
Im Artikel des „Guardian“ wird der Aktivist einer NGO zitiert, an dessen Glaubwürdigkeit Kroatien große Zweifel hegt. „No Name Kitchen“ und „Border Violence Monitoring“ seien seit Jahren „Vorreiter bei Beschuldigungen gegenüber der kroatischen Polizei über deren Umgang mit illegalen Migranten“.

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