Mehr Gehalt gefordert

Spitalpersonal besser bezahlen statt beklatschen!

Salzburg
24.04.2020 10:00

Sie werden bejubelt und beklatscht: Dabei fordert das Personal in den Landeskliniken mehr Gehalt. Derzeit ruhen aber die Verhandlungen.

Das Personal in den Spitälern steht in der Corona-Krise an vorderster Front und gelangt allmählich an die Grenzen der Belastbarkeit. Das merkt auch Alexander Stampfer, Zentralbetriebsrat in den Landeskliniken (SALK): „Wir haben die Leute in der Krise massiv überbelastet. Natürlich tragen die Mitarbeiter alles mit und halten gerade jetzt zusammen.“

„Berufsgruppe der Pflege ist am meisten drangekommen“
Gerade das nicht-ärztliche Krankenhauspersonal sei aber ausgebrannt – auch finanziell. „Die Berufsgruppe der Pflege ist am meisten drangekommen. Einige mussten sich auch Urlaub oder Zeitausgleich nehmen, weil das Personal aus Sicherheitsgründen in Teams aufgeteilt wurde“, erklärt Stampfer. Die Krise nimmt der Zentralbetriebsrat zum Anlass, um die eingeschlafenen Gehaltsverhandlungen wiederzubeleben.

(Bild: APA/HELMUT FOHRINGER)

In einem offenen Brief an die Regierungs- und Spitalsspitze werden „längst fällige Maßnahmen“ gefordert. Konkret: ein verbessertes Gehaltssystem. „Die Forderung ist nicht neu. Die Krise führt uns aber vor Augen, wie dringend notwendig sie ist, um langfristig konkurrenzfähig zu bleiben. Es kann nicht sein, dass Pflegekräfte in einem Seniorenwohnheim mehr bezahlt bekommen als jene in den Kliniken“, betont Stampfer.

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Für mich ist die angesprochene Evaluierung richtig und auch notwendig. Es laufen deshalb bereits Gespräche zwischen den Salzburger Landeskliniken und dem Zentralbetriebsrat. Etwaige Verzögerungen sind der aktuellen Corona-Situation geschuldet.

Christian Stöckl, Landeshauptmann-Stellvertreter

Der für die SALK verantwortliche Spitalsreferent Christian Stöckl zeigt sich gesprächsbereit: „Eine Evaluierung des Gehaltsschemas ist richtig und notwendig. Es laufen deshalb bereits Gespräche.“ Die seien aber schon vor Corona im Sand verlaufen, kritisiert Stampfer. Die Vorschläge des Dienstgebers seien bisher inakzeptabel gewesen.

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