10.04.2020 08:15 |

Viele Vorurteile

Rita Ora: Ihre Kindheit als Flüchtling war hart

Rita Ora hatte keine leichte Kindheit - oft wurde sie schikaniert, weil sie ein „Flüchtling“ war. Die Sängerin kam als Kleinkind nach Großbritannien, als ihre Eltern Anfang der 1990er-Jahre aus dem Kosovo flohen. Und obwohl Rita im noblen Londoner Stadtteil Notting Hill aufwuchs, sah sie sich immer noch mit „Vorurteilen“ von Menschen konfrontiert, die das Wort „Flüchtling“ als „abwertenden“ Begriff verwendeten.

„Meine Mutter war Psychiaterin und mein Vater Wirtschaftswissenschaftler. Sie haben ihr ganzes Leben hinter sich gelassen und mussten bei Null anfangen, als sie als Flüchtlinge in London ankamen. Aber uns zu beschützen war ihre oberste Priorität“, sprach Rita Ora nun im Interview mit der „Vogue“ ganz offen über die Entscheidung ihrer Eltern, den Kosovo zu verlassen und nach Großbritannien zu fliehen.

Sie sei jeden Tag dankbar dafür, was ihre Eltern getan haben, so die Sängerin. „Sie haben so viel geopfert und so hart für unsere Familie gearbeitet. Sie haben studiert, eine neue Sprache gelernt und meine ältere Schwester, meinen jüngeren Bruder und mich gut erzogen. Sie haben uns gelehrt, für das, was wir wollen, zu kämpfen, hart zu arbeiten und weiterzumachen, egal unter welchen Umständen.“

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Es war ganz schön hart, hier aufzuwachsen, denn es gab eine Menge Vorurteile und Urteile. Ich wurde oft in abfälliger Weise als Flüchtling bezeichnet.

Rita Ora

Für London hätten sich ihre Eltern entschieden, da ihr Vater die Musik und die Kultur liebte. „Dennoch war es, wie Sie sich vorstellen können, äußerst schwierig, ein neues Leben zu beginnen“, so die 29-Jährige rückblickend. Ihre Kindheit sei nicht immer leicht gewesen: „Es war ganz schön hart, hier aufzuwachsen, denn es gab eine Menge Vorurteile und Urteile. Ich wurde oft in abfälliger Weise als Flüchtling bezeichnet. Aber ich hatte viele ausländische Freunde, und wir alle hatten eine tolle Zeit, denn wir waren durch unser Anderssein verbunden“, so Rita weiter.

Noch heute reise sie oft in ihre Heimat, den Kosovo, zurück, erklärte die Sängerin abschließend. Sie sei nämlich „sehr stolz auf ihr Erbe“. 

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