Reh, Vogel und Co.

Die Natur hat jetzt eine Verschnaufpause!

Steiermark
05.04.2020 11:00

Bilder von Delfinen, die plötzlich vor den jetzt ruhigen Küstenstädten auftauchen, gehen um den Globus - aber auch in der Steiermark genießt die Wildtierwelt eine Verschnaufpause: Grad in der heiklen Zeit, geschwächt nach dem Winter, werden Reh und Co, seltener gestört. Man hört die Vögel wieder. Und die Pflanzen wachsen.

Zwar gibt es einige Ausreißer, „aber Fakt ist, dass seit Wochen Skitourengeher nicht in Massen unterwegs sind, wie sonst oft um diese Zeit“, teilt Landesjägermeister Franz Mayr-Melnhof seine Beobachtungen. „Aber auch Wanderer oder Nordic Walker sieht man viel weniger.“ Das verschafft dem Wild eine Verschnaufpause, „das es jetzt, wo viele Tiere nach dem Winter geschwächt oder schon trächtig sind, dringend brauchen kann“.

Der steirische Landesjägermeister Franz Mayr-Melnhof (Bild: Christian Jauschowetz)
Der steirische Landesjägermeister Franz Mayr-Melnhof

Auch Kaninchen können ihre Jungen ungestörter setzen - und: „Es fällt selbst in den Städten, wo es sonst immer laut ist, auf, dass man die Vögel deutlich wahrnehmbarer singen hört. Viele Steirer freut die Vogelvielfalt und das fröhliche Gezwitscher.“

Johannes Gepp, Präsident des steirischen Naturschutzbundes (Bild: Winkler)
Johannes Gepp, Präsident des steirischen Naturschutzbundes

Sogar bei den Pflanzen spürt man den Unterschied, wie Johannes Gepp vom Naturschutzbund sagt: „Man merkt schon allein, dass weniger Palmkatzerl abgerissen werden - und die brauchen die Bienen heuer, da so viele Blüten erfroren sind, ohenhin ganz dringend als Nahrung.“

Auch bei seltenen Blumenvorkommen oder in Bärlauchfeldern seien weniger Menschen unterwegs, „damit kann sich die Pflanzenwelt ungestörter vermehren und auch regenerieren“.

Eine Verschnaufpause für die Natur - kein Schatten also ohne Licht.

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