25.03.2020 16:03 |

Aktuelle Entwicklungen

Corona: Schon elf Todesopfer in der Steiermark

Mittlerweile ist die Todesrate in der Steiermark auf elf angestiegen.

21.19 Uhr: Die Landessanitätsdirektion meldet nun: Ein weiterer Mann (Jahrgang 1935) aus dem Bezirk Hartberg-Fürstenfeld, der mit dem Corona-Virus infiziert war, ist verstorben. Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit dem Corona-Virus ist in der Steiermark mittlerweile bereits auf elf gestiegen.

15.55 Uhr: Die Landessanitätsdirektion Steiermark gibt bekannt: Ein Mann (Jahrgang 1934) aus dem dem Bezirk Bruck-Mürzzuschlag und ein Mann (Jahrgang 1940) aus dem Bezirk Hartberg-Fürstenfeld, die beide mit dem Corona-Virus infiziert waren, sind verstorben. Insgesamt sind zum jetzigen Zeitpunkt zehn Personen in der Steiermark im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung verstorben.

15.40 Uhr: 150 Flüchtlinge kommen nach Leoben. Die Stadt Leoben ist heute laut Bürgermeister vom Bundesministerium für Inneres in Kenntnis gesetzt worden, dass in den nächsten Tagen 150 Asylwerber in die ehemalige baumax-Halle nach Leoben verlegt werden.

In diesem Zusammenhang fordert der Leobener Bürgermeister zum Schutz der Leobener Bevölkerung, dass sich diese Personen ausschließlich auf dem Gelände der baumax-Halle aufzuhalten haben.

Diese Menschen haben schon ein furchtbares Schicksal hinter sich, indem sie aus ihrer Heimat flüchten mussten und sich nun in Aufnahmelagern aufhalten müssen. Jetzt sollen sie noch weiter in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden; aber das sind derzeit alle Österreicherinnen und Österreicher. Als Bürgermeister ist es meine Pflicht, zuerst auf das Wohl der Leobener Bevölkerung zu achten. Daher fordere ich die zuständigen Behörden auf, Maßnahmen zu ergreifen, damit sich die Flüchtlinge nur auf dem zugewiesenen baumax-Areal in Leoben-Lerchenfeld aufhalten, um jegliches Gesundheitsrisiko von der Leobener Bevölkerung abzuwenden“, so Leobens Bürgermeister Kurt Wallner.

14.40 Uhr: Ein aktuelles Bild zur Corona-Lage machten sich heute Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer und LH-Stellvertreter Anton Lang im Rahmen der Videokonferenz mit den Experten des Landeskoordinationsstabes. Die Situation wurde beurteilt, Maßnahmen wurden evaluiert, diverse Szenarien durchgespielt. Der Appell der Landeschefs: „Die derzeitige Lage stellt für uns alle eine noch nie da gewesene Situation dar. Umso wichtiger ist es, dass wir alle zusammenhalten und die kommenden Wochen überstehen. Nur gemeinsam können wir die starke Ausbreitung des Corona-Virus eindämmen. Wir appellieren an alle Steirerinnen und Steirer durchzuhalten, die von der Bundesregierung gesetzten Maßnahmen weiterhin einzuhalten und die sozialen Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren.“ Aus Langs Finanzressort werden zusätzliche Mittel für den Ankauf von Schutzausrüstungen zur Verfügung gestellt.

 

12.55 Uhr: Seit 16. März ist der Parteienverkehr im Amt der Landesregierung und allen Bezirkshauptmannschaften eingestellt. „Um alle Menschen, die dringend soziale Unterstützung brauchen, weiter optimal unterstützen zu können, führen wir in der Sozialabteilung ein vereinfachtes Verfahren ein. Bürgerinnen und Bürger können Anträge elektronisch, per Mail oder ausnahmsweise auch mündlich per Telefon an die zuständige Gemeinden, die Bezirkshauptmannschaften, dem Magistrat Graz oder bei der Landesregierung einbringen“, erläutert Soziallandesrätin Doris Kampus. „Somit ist die soziale Basisabsicherung in der Steiermark für Tausende Menschen auch weiterhin sichergestellt.“ Konkret bedeutet dies, dass im Fall eines telefonischen Antrags von diesem Tag an die Leistungen zu gewähren sind, wenn alle gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

12.15 Uhr: Die KMU Forschung Austria hat die ersten Folgen der Krise für den steirischen Einzelhandel berechnet. Alleine die erste Woche der Maßnahmen, also der Zeitraum von 16. bis 22. März, soll den Einzelhandel einen Umsatz von rund 70 Millionen Euro gekostet haben. Das teilte die Wirtschaftskammer am Mittwoch unter Berufung auf die KMU Forschung Austria mit. Spartenobmann Gerhard Wohlmuth fordert rasche und unbürokratische Hilfe.

11.46 Uhr: Der steirische Messtechnikhersteller Anton Paar AG hat nach einer Woche Produktionspause am vergangenen Montag den Betrieb wieder aufgenommen. Allerdings wurde vorsorglich Kurzarbeit für gut 1.500 Mitarbeiter in fünf österreichischen Niederlassungen beantragt. Der Umsatz in den von der Corona-Krise besonders stark betroffenen Ländern mache mehr als 60 Prozent des Gesamtumsatzes der Anton Paar GmbH aus. Während die Aufträge aus Asien nach mehreren Wochen Pause nun wieder deutlich zunehmen würden, gebe es einen spürbaren Auftragsrückgang aus den restlichen Teilen der Welt.

11.31 Uhr: Um den SARS-CoV-2-Erreger unschädlich zu machen, haben Grazer Forscher mithilfe von künstlicher Intelligenz und Supercomputern weltweit Datenbanken nach potenziell wirksamen, bereits bekannten Stoffen durchforstet. Nun kooperieren das Grazer Start-up Innophore, das Grazer acib und die Uni Graz in einem Projekt mit der Harvard University, in dem rund zwei Milliarden Wirkstoffe gescreent werden. Neu an dem aktuellen Projekt ist laut dem Grazer acib das computerbasierte Verfahren, mit dem die einzelnen Wirkstoffe gescreent werden.

11.15 Uhr: Auch Familienlandesrätin Juliane Bogner-Strauß (ÖVP) setzt auf Beratung und Betreuung: "Besonders in herausfordernden Zeiten ist es für Betroffene wichtig zu wissen, dass sie trotz der Minimierung von sozialen Kontakten nicht alleine sind. Die steirischen Anlauf- und Beratungsstellen für Familien, Frauen, Männer und Kinder stehen auch weiterhin für telefonische bzw. Online-Beratungen zur Verfügung."

10.45 Uhr: Das steirische Rote Kreuz kündigt an, verstärkt auf psychosoziale Betreeung zu setzen. Die Kriseninterventionssteams (KIT) arbeiten weiterhin rund um die Uhr. Die Telefonzeiten bei der Ö3 Kummernummer wurden ausgeweitet, Mitarbeiter der Beratungsstelle sind kostenlos von 12.00 bis 24.00 Uhr erreichbar unter: 116 123.

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