13.02.2020 08:56 |

Vorwahl-Chaos

Chef der Demokraten in Iowa zurückgetreten

Die chaotische Stimmenauszählung bei den Vorwahlen der US-Demokraten in Iowa hat den örtlichen Parteichef den Kopf gekostet. Troy Price erklärte am Mittwoch, dass er die Verantwortung für die großen Probleme bei der Auszählung übernehme.

„Es ist eine Tatsache, dass die Demokraten etwas Besseres verdient hatten, als das, was in der Nacht der Vorwahl passierte“, erklärte Price. „Es war schlicht inakzeptabel“, sagte er. Bereits am Samstag solle bei einer Sondersitzung des Parteivorstands ein neuer Interimschef gewählt werden, erklärte er weiter. Dieser soll dann auch die noch laufende Überprüfung der Ergebnisse der Vorwahl vom 3. Februar leiten, die mehrere Kandidaten gefordert haben.

Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Buttigieg und Sanders
Die Abstimmung war mit großer Spannung verfolgt worden, weil es die erste Vorwahl im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten war. Bei der Abstimmung gab es dann aber massive Probleme bei der Übermittlung der Resultate aus den Wahllokalen. Die Veröffentlichung der verbindlichen Ergebnisse verzögerte sich daher um mehrere Tage.

Nach bisherigem Kenntnisstand gewann der gemäßigte frühere Bürgermeister von South Bend, Pete Buttigieg, die Abstimmung in Iowa. Der zuvor als Favorit angesehene linke Senator Bernie Sanders musste sich knapp hinter Buttigieg mit dem zweiten Platz begnügen.

In New Hampshire ging alles gut
In Iowa wird für die Vorwahlen ein kompliziertes Prozedere genutzt, das am besten mit abendlichen Wahlversammlungen zu umschreiben ist, bei denen Wähler von Anfang bis Ende präsent sein müssen. Bei der zweiten Vorwahl in New Hampshire am Dienstag hingegen handelte es sich um eine gewöhnliche Abstimmung. Sie verlief ohne Probleme bei der Auszählung. Den Sieg konnte sich dabei Sanders sichern, Buttigieg folgte ihm aber dicht auf den Fersen. Die nächste Vorwahl findet am 22. Februar in Nevada statt.

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