01.02.2020 14:56 |

Nach dem Brexit

Kickl für Deutsch als „führende“ EU-Arbeitssprache

Geht es nach FPÖ-Klubchef Herbert Kickl, wäre die EU gut beraten, nach dem Brexit auch die Ordnung ihrer Arbeitssprachen zu überdenken - und Deutsch aufzuwerten. So sollte statt des „derzeit vorherrschenden Englischs“ in absehbarer Zeit „basierend auf der Verbreitung als Muttersprache Deutsch die führende Rolle in der Familie der EU-Arbeitssprachen einnehmen“, meint der blaue Hardliner.

„Derzeit ist Englisch die wichtigste Arbeitssprache. Französisch und Deutsch sind zwar formal gleichgestellt, werden in der Realität jedoch sowohl in mündlichen Verhandlungen als auch bei schriftlichen Dokumenten bei Weitem nicht gleich stark verwendet“, machte Kickl am Samstag in einer Aussendung seinem Unmut Luft.

Nach dem Abschied der Briten ziehe zudem die Gesamtverbreitung der deutschen Sprache, „die schon bisher am weitesten verbreitete Muttersprache in der EU“, in der Union mit der englischen Sprache in etwa gleich. So würden jeweils rund ein Drittel der EU-Bürger als Muttersprache oder Fremdsprache Deutsch und/oder Englisch sprechen. „Allerdings haben nur noch rund ein Prozent der EU-Bürger Englisch als Muttersprache - hauptsächlich Bürger von Irland und Malta“, gibt Kickl zu bedenken.

Dringender Appell an die Bundesregierung
„Für mich ist es daher nur logisch, dass die deutsche Sprache zumindest auf dasselbe Gebrauchsniveau in Verhandlungen und Dokumenten der EU gehoben wird wie die englische“, meint der blaue Klubobmann - um „nach einer Übergangsfrist“ dann schließlich zur wichtigsten EU-Arbeitssprache zu avancieren. Deshalb dürfe die türkis-grüne Bundesregierung keine Zeit verlieren und müsse sich sofort auf EU-Ebene für die „logische Aufwertung der deutschen Sprache“ starkmachen.

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