Freier Blick verstellt

Kampf gegen „Turm“ vor Haus am Attersee

Beste Sicht auf den Attersee wurde den Käufern eines Hauses in Attersee am Attersee versprochen. Die Pläne für ein mehrstöckiges Haus vor ihrer Haustüre sind für sie deshalb inakzeptabel.

Hohe sechsstellige Eurobeträge haben mehrere Käufer für ein Haus am Malerhügel in Attersee hingeblättert. Zugesagt wurde ihnen ein freier Blick auf den See. „Nun hat der Gemeinderat trotz massiver Einwendungen einstimmig dem neuen Bebauungsplan zugestimmt. Uns wird ein mehrstöckiges turmähnliches Gebäude vor die Nase gesetzt“, sind die Wohnungsbesitzer wütend. Ihre Kritik richtet sich auch an den Immobilien-makler. Dieser ist nicht nur Mitglied im Ausschuss für Raumordnung und Bauwesen, sondern soll mit einem Bauwerber am Malerhügel zu 50 Prozent an einer Gesellschaft beteiligt sein.

Stimmung im Ort vergiftet
Bürgermeister Walter Kastinger (SP) wirddie Anberaumung der Bauverhandlung trotz zwei negativer Gutachten von Sachverständigen angekreidet. Auch der Hinweisdes Ortsbildbeirates für eine maximale Bauhöhe von 8,5 Metern seiignoriert worden. „Nun droht ein 9,6 Meter hohes Gebäude Realität zu werden!“ Die Stimmung im Ort ist vergiftet. Sowohl der Bürgermeister als auch der Makler lehnten eine Studiodiskussion beim ORF-Bürgeranwalt (Ausstrahlung am Samstag) ab. Sie übermittelten aber schriftliche Stellungnahmen. Kastinger dazu: „Das muss reichen. Alle Gesetze werden eingehalten. Es gibt kein Gesetz, in dem steht, dass es ein Recht auf Aussicht gibt.“

Mario Zeko, Kronen Zeitung

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Mittwoch, 21. Oktober 2020
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