Paar starb bei Unfall

Todeslenker bleibt auch nach Berufung in Freiheit

Es war einer der schrecklichsten Unfälle 2019. In Wels raste am 25. Mai ein damals 21-Jähriger bei Gelb-Rot in eine Kreuzung, rammte das Mofa von Pascal (15). Seine mitfahrende Freundin (14) und er starben im Spital. Der Staatsanwaltschaft war das Urteil - neun Monate bedingt - zu wenig. Doch es bleibt dabei: kein Gefängnis.

Zumindest eine teilbedingte Haft forderte die Staatsanwaltschaft Wels angesichts von zwei Todesopfern und offenbar überhöhter Geschwindigkeit. Für den Vorwurf der „grob fahrlässigen Tötung“ sieht das Strafrecht bis zu drei Jahre Gefängnis vor. Doch der Richtersenat am Oberlandesgericht Linz kam der Berufung der Staatsanwaltschaft nicht nach. Es bleibt für den Serben (21) bei neun Monat bedingter Haft - also ohne Gefängnis - und einer Geldstrafe von 7200 Euro. Eine „tat- und schuldangemessene“ Strafe, wie Verteidiger und Richter finden.

Überhöhte Geschwindigkeit
Aber was war am 25. Mai 2019 genau passiert? Der damals 21-jährige Serbe raste kurz vor 21 Uhr mit mindestens 85 km/h bei Gelb-Rot in die „Saunakreuzung“ in Wels. Dort kollidierte er seitlich mit dem Moped von Pascal (15), der seine Freundin Rebekaa (14) gerade nach Hause bringen wollte.

Im Krankenhaus Verletzungen erlegen
Das Moped flog 60 Meter weit, das Paar wurde 20 Meter auf einen Rad- und Gehweg geschleudert, dabei wurde einer der Teenager so heftig gegen ein Verkehrszeichen geschleudert, dass der Steher abgebrochen wurde. Passanten begannen gleich am Unfallort mit Reanimationsmaßnahmen, wenig später erlag das junge Liebespaar im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Jetzt ist der Fall zumindest vor Gericht endgültig geklärt.

Philipp Zimmermann, Kronen Zeitung

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