12.01.2020 13:37 |

Bronze im Riesen

Mandy krallt sich die nächste Medaille

Verrückt! Amanda Salzgeber holt sich bei den Olympischen Jugenspielen (YOG) in der Schweiz nach Gold in der Alpinen Kombi im Riesentorlauf die Bronzemedaille. Dabei hatte die 17-jährige Vorarlbergerin allerdings erneut die Hundertstelsekunden nicht auf ihrer Seite.

Waren es am Freitag im Super-G 13 Hundertstel die Salzgeber am Ende auf Gold fehlten, verpasste die Head-Pilotin ihren zweiten Olympiasieg am Sonntag nur um 0,15 Sekunden. Wie bereits im Super-G triumphierte die Schweizerin Amelie Klopfenstein. Gar nur EIN (!) Hundertstel fehlte der Tochter von Anita Wachter und Rainer Salzgeber in der Endabrechnung auf Silbermedaillengewinnerin Rosa Pohjolainen (Fin).

Nach dem ersten Lauf war die junge Vorarlbergerin auf Zwischenrang sechs gelegen. Mit einer beherzten Fahrt im Finale übernahm Salzgeber die Führung - eine Medaille lag in der Luft. Klopfenstein - zur Halbzeit Fünfte - lag bei der letzten Zwischenzeit bereits hinter Mandy, konnte sich aber zurückfighten und fing die Kombi-Gewinnerin noch um 0,15 Sekunden ab.

Nach dem Ausfall der Deutschen Haas und dem Rückfall von Caitlin McFarlane (Fra) standen nur mehr die Schwedin Aronsson Elfman und Halbzeitleaderin Pohjolainen am Start. Aronsson Elfman verlor sukzessive Zeit, lag im Ziel klar hinter Salzgeber. Damit war klar: Bronze ist bereits sicher.

Pohjolainen ging mit deutlichem Vorsprung in die Entscheidung und konnte diesen zwischenzeitlich sogar bis auf über sieben Zehntel ausbauen. Doch ein schwerer Fehler im Schlussabschnitt machte es nochmals spannend. Am Ende rettete die Finnin eine einzige Hundertstel auf Salzgeber ins Ziel.

„Um ehrlich zu sein: Die Freude über Bronze ist deutlich größer als das Ärgern über die verpassten Hundertstel“, sagte Salzgeber im Telefonat mit der „Krone“. „Ich weiß, dass wir alle sehr eng beeinander liegen und drum bin ich einfach happy!“

Zwei weitere Chancen bleiben der jungen Montafonerin bei den YOG noch ihr Medaillenkonto weiter aufzustocken. Nach dem Ruhetag am Montag wartet am Dienstag der Slalom, ehe es am Mittwoch in der letzten Entscheidung um Gold im Parallelbewerb geht.

Peter Weihs
Peter Weihs
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