03.12.2019 12:27 |

„Muss leistbar sein“

Auch NEOS-Sprecher fährt per Zug zu Klimagipfel

Nicht nur die SPÖ hat sich an der schwedischen Aktivistin Greta Thunberg, die klimafreundlich zum UN-Klimagipfel nach Madrid reist, ein Beispiel genommen: Auch NEOS-Umweltsprecher Michael Bernhard nimmt die Reise umweltschonend mit dem Zug auf sich. Wie seine sozialdemokratische Kollegin Julia Herr hat er dabei mit einigen Strapazen zu kämpfen - und das schon im Vorfeld der Reise.

„Der Aufwand, den man immer noch betreiben muss, um mit dem Zug von A nach B zu kommen, ist gewaltig und steht in keiner Relation zu dem Aufwand, den man hat, wenn man mit dem Flugzeug unterwegs ist“, musste Bernhard bereits vor dem Antritt der Reise feststellen. Er hatte eigentlich schon Zugtickets für den 5. Dezember gebucht - doch ein Generalstreik der Bahn in Frankreich machte ihm bei diesem Termin einen Strich durch die Rechnung.

Schneller und billiger als SPÖ-Abgeordnete unterwegs
Um dennoch mit dem Zug nach Madrid zu kommen, musste er die alten Tickets stornieren und umbuchen - nun geht es zwei Tage früher, also bereits am Dienstag, los. Er und seine parlamentarische Mitarbeiterin mussten deshalb auch Termine verschieben. Dafür reist er etwas schneller und günstiger als die rote Umweltsprecherin und Nationalratsabgeordnete Herr an: Der Trip koste 462,35 Euro und dauere 33 Stunden mit Übernachtung, teilten die NEOS mit. Die Sozialdemokratin gab an, 1086 Euro gezahlt zu haben und 43 Stunden unterwegs gewesen zu sein

Bernhard: „Zug fahren muss leistbar sein!“
Auch wenn er nicht einmal die Hälfte von dem bezahlt, was die SPÖ-Politikerin in die Hand nehmen musste, sind die Kosten für Bernhard viel zu hoch: „Menschen, die willig sind, umweltschonend zu reisen, werden Steine in den Weg gelegt, weshalb viele erst gar nicht den Aufwand betreiben. Was es hier wirklich braucht ist eine übersichtliche, europäische Plattform sowie ein einheitliches Netz. Und natürlich muss Zugfahren leistbar sein, denn solange man immer noch ein Vielfaches des Preises eines Flugtickets bezahlt, ist die Motivation der Leute enden wollend. Das ist schade und gehört geändert.“

Wie Herr wird Bernhard seine Reise in sozialen Medien dokumentieren: Es wurden Kurzvideos auf Facebook angekündigt - ein „Teaser“ orientiert sich an den „Indiana Jones“-Filmen.

NEOS wollen CO2-Steuer einführen
Beim Klimagipfel möchte der NEOS-Abgeordnete unter anderem eine aufkommensneutrale CO2-Steuer diskutieren: „Alle führenden Expertinnen und Experten bestätigen unsere Forderung: Eine CO2-Bepreisung ist das A und O, um die schädlichen Emissionen zu reduzieren. Darum werde ich mich auch in Madrid für eine Ökologisierung des Steuersystems einsetzen, bei dem Umwelt und Menschen gleichermaßen entlastet werden.“

Miriam Krammer
Miriam Krammer
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