03.12.2019 14:00 |

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Oberndorfs Schüler sind für Hochwasser gewappnet

Die verheerenden Überschwemmungen in Salzburg in diesem Jahrhundert werden auch den nächsten Generationen in Erinnerung bleiben: Gerade forderte wieder Dauerregen die Einsatzkräfte. 14 Schüler der Neuen Mittelschule Oberndorf haben die Problematik bisher nur am Rande erlebt. Nun gehören sie zu den Kennern.

„Mein Stiefvater hat schon ein Hochwasser miterlebt, auch ich selbst habe viele Berichte darüber im Fernsehen gesehen“, ist sich Manuel der Gefahr bewusst. Umso interessierter lauschte er den Erklärungen des Ziviltechnikers Georg Angelmaier, der bei den Schülern der 8. Klasse in der Neuen Mittelschule Oberndorf im Rahmen der Impulswochen „Technik bewegt“ Bewusstsein schaffen wollte.

„Die effektivste Maßnahme ist eine Aufweitung: dem Bach soll mehr Platz gegeben werden. Aber auch Mauern, wie sie durchgehend in der Stadt Salzburg zu finden sind oder Dämme – eine schnell errichtete, günstige Variante – tragen wesentlich zum Schutz vor einer Überschwemmung bei“, erklärt der Experte den Schülern. Auch in Oberndorf wurden Dämme errichtet und Pumpen installiert, um nicht nochmals derselben Gefahr wie 2002 und 2013 ausgesetzt zu sein, als in Salzburg und Oberndorf die Salzach beinahe aus den Ufern trat. Mittlerweile wurde an den Gefahrenstellen der Schutz verbessert. Zell am See und Mittersill waren im Pinzgau Schwerpunkte, auch Altenmarkt konnte fertiggestellt werden. Was Förderungen von Bund und Land betrifft: „Da würde immer mehr gehen“, sagt der Angelmaier.

Anhand eines Beispiels – Häuser in Muhr im Lungau wurden vom Hochwasser überschwemmt – hatten die 14-Jährigen die Aufgabe, modellhaft geeignete Schutzanlagen zu errichten.

Und so ging es ans Ausschneiden der Schablonen – Dämme, Schotterhaufen, Wurzelstöcke, alles musste mit einkalkuliert werden. Erfolgreich schützten die Lernwilligen des Wahlpflichtfaches „Technisches Werken“ an der Skizze die umliegenden Häuser und Firmengebäude. „Der größte Fehler beim Planen wäre es, eine Lücke zu vergessen“, klärt Angelmaier die Jugendlichen auf.

„Ich bin Mitglied bei der Feuerwehr, deswegen interessiert mich dieser Bereich ganz besonders“, erzählt Schüler Manuel. Und er geht sogar weiter: „Ich möchte später zur Wasserrettung.“

Was würden die Schüler im Notfall aus ihren Kinderzimmern retten? Für Emilio ist die Antwort klar: „Meine Playstation.“ Und Manuel ergänzt grinsend: „Zuerst mich natürlich. Aber dann meinen Minikühlschrank.“

Sandra Aigner
Sandra Aigner
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