Fuß in Förderschnecke

Erfolglose Suche nach vier abgetrennten Zehen

Schrecklicher Arbeitsunfall im oberösterreichischen Ohlsdorf: Eine Frau geriet in die Förderschnecke einer Hackschnitzelheizungsanlage und wurde dort eingeklemmt. Am linken Fuß wurden der Ohlsdorferin alle Zehen bis auf den kleinen abgetrennt. Die Suche danach blieb erfolglos, die Frau wurde ins Krankenhaus Gmunden eingeliefert.

Ursprünglich wurden die Einsatzkräfte zu einer Personenrettung gerufen. Bis zum Eintreffen der Feuerwehr konnte sich das Opfer allerdings selbstständig befreien. Was war davor passiert? Die Frau arbeitete an einer Förderschnecke und wollte sich mit Hackschnitzeln für den bevorstehenden Winter eindecken. Dabei geriet sie in die Förderschnecke und wurde dort eingeklemmt. Am linken Fuß trennte sich die Ohlsdorferin bis auf ihren kleinen Zeh alle vier ab. Mit der Rettung wurde sie ins Salzkammergutklinikum Gmunden gebracht und dort stationär aufgenommen.

Spürhund blieb erfolglos
In der Zwischenzeit suchte die Feuerwehr die abgetrennten Gliedmaßen. Leider erfolglos, auch ein eingesetzter Spürhund der Polizei war nicht erfolgreich. „Der Patientin geht es den Umständen entsprechend gut. In erster Linie kümmern wir uns um die Wundversorgung, und dass es zu keiner Infektion kommt. Erst danach kann man entscheiden, ob eine Prothese Sinn macht bzw. ob überhaupt eine möglich wäre“, erklärt ein Sprecher des Gmundner Krankenhauses.

Dreijähriger auf Weg der Besserung
Am 19. Oktober hatte ein dreijähriger Bub in Perg in eine Mühle gegriffen, ihm wurde der komplette Arm abgetrennt. Der Knirps wurde im Kepler Klinikum behandelt, Ende Oktober durfte er das Spital verlassen.

Philipp Zimmermann, Kronen Zeitung

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Freitag, 04. Dezember 2020
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