15.11.2019 17:53 |

Zur Klimadebatte

Auch bei Rindfleisch: Heimisch kaufen ist Devise!

„Unsere Rinder fressen keinen Regenwald und sind keine Klimasünder!“ - Einen Schulterschluss bilden heimische Bauern und Fleischhacker, weil das Rinderthema auch die heimische Produktion mit in den Sog der Klimadebatte gezogen hat. Der Konsument wird als Verbündeter geworben: Heimisch kaufen ist die Devise!

In der Steiermark halten 10.500 Rinderbauern im Schnitt 30 Tiere, „die Gras fressen und Heu“, betont Franz Beck von der Erzeugergemeinschaft Steirisches Rind. „Das ist kein Vergleich damit, wie Rinder etwa in Südamerika gehalten werden!

Zu Zigtausenden zusammengepfercht in ,Feedlots’, also Fressstationen auf allerengstem Raum. Die Tiere werden mit Kraftfutter gemästet.“ Vielfach mit gen- oder hormontechnisch manipulierten Bestandteilen. Und die Entfernungen, die Fleisch dann hinter sich bringt, spreche Bände! Oft Zigtausende Kilometer.

Mehr als 50 Prozent Importfleisch in Verkaufsregalen
Außerdem: In der Steiermark könnten wir uns zu 140 Prozent (!) mit Fleisch aus der eigenen Produktion versorgen. Mit all diesen Fakten ist der so genannte „Store-Check“ der Landwirtschaftskammer, bei dem die Herkunft unter die Lupe genommen wird, mehr als ernüchternd. „Die Verkaufsregale sind bis zu 50 Prozent mit Importfleisch aus Übersee und Osteuropa gefüllt. Meist mit Billigstfleisch“, so Kammer-Vize Maria Pein.

Sie verlangt: „Kennzeichnung von Fleisch auch in Gaststätten. Und, nachdem 500.000 Steirer täglich auswärts essen, auch viel mehr regionales Fleisch in Kantinen, Spitälern und mehr.“

Wie gut unseres ist, zeigen die Bäuerinnen rund um Gusti Maier auch bei Aktionstagen am 22. und 23. 11. in 14 steirischen Fleischerbetrieben. Der berühmte „Mosshammer“ in Graz zum Beispiel ist auch dabei.

Christa Bluemel
Christa Bluemel
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