10.11.2019 19:42 |

Triathlon

Nach Hitzeschlacht startet der Olympia-Countdown

Zum Saisonabschluss lief Triathlet Lukas Hollaus beim Weltcup über die olympische Distanz in Santo Domingo (Dom Rep) auf Rang 23. Ein Ergebnis, mit dem der 33-Jährige gut leben kann - auch im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. Aufgrund der extremen Hitze entschieden sich die Veranstalter dazu, das Rennen bereits um 7 Uhr Ortszeit zu starten.

Aufgrund dieser Terminänderung hieß es für Hollaus SEHR früh aufstehen. Gefrühstückt wurde quasi mitten in der Nacht. Bereits um 3:47 Uhr gab es für den Pinzgauer Kaffee und Toast mit Butter und Marmelade.

Scheinbar eine gute Unterlage für den Wettkampf. „Auch wenn sich ein 23. Platz jetzt nicht so gut anhört, die Leistung hat absolut gepasst“, resümierte Hollaus nach dem Weltcup-Bewerb in der Karibik. „Nachdem ich mit 40 Sekunden Rückstand auf die Spitze aus dem Wasser gekommen bin, habe ich auf dem Rad versucht möglichst rasch die Lücke nach vorne zu schließen.“

Die Beine dafür hätte der 33-Jährige gehabt. Das Projekt scheiterte allerdings an der Unterstützung seiner Mitstreiter. „Es waren leider zu wenige Athleten die mir da beim Tempomachen geholfen haben. Zwar konnten wir in der ersten der fünf Radrunden den Rückstand auf 35 Sekunden verkürzen, nach zwei Runden hatte sich der Abstand aber auf eine Minute erhöht. Damit war klar, dass wir nicht mehr rankommen werden“, berichtet Hollaus, der dennoch nicht aufgab. „Natürlich wäre ich gerne vorne aus der Spitze weggefahren, so habe ich aber die letzten 17 Kilometer aus der Verfolgergruppe heraus so etwas wie ein Solo-Zeitfahren lanciert. Da habe ich mich wirklich sehr gut gefühlt und auch meine Leistungsdaten waren mitunter das Beste, was ich in dieser Saison auf die Straße gebracht habe. Bis zum letzten Wechsel konnte ich so noch gut 40 Sekunden auf die Gruppe an Vorsprung herausfahren.“

Auf der 10 Kilometer langen Laufstrecke konnte der Niedernsiller dann weitere Konkurrenten überholen. „Und das obwohl die mit zweieinhalb Minuten Vorsprung vom Rad gestiegen sind“, war Hollaus, der sich mit der zehntbesten Laufzeit noch auf Rang 23 vorarbeiten konnte, zufrieden.

Im Hinblick auf die angepeilte Olympia-Qualifikation ist er optimistisch: „Da hat dieses Ergebnis keinerlei Auswirkungen. Also ich stehe jetzt weder besser noch schlechter als vor dem Bewerb da. Wobei: Eigentlich hat sich die Situation sogar ein bisschen verbessert, da nach dem heutigen Tag wieder ein Rennen weniger ansteht bei dem mich andere Athleten überholen können. So gesehen passt es immer noch sehr, sehr gut und wir können sehr optimistisch sein. Fix machen können wir es leider noch nicht. Es kann aber sein, dass meine Punkte schon mehr als nur für die Olympia-Quali reichen. Außerdem habe ich auch nächstes Jahr noch einige Rennen bei denen ich weitere Top-Ergebnisse und damit gute Punkte für Tokio 2020 holen kann.“

Das Schlussresümee seiner zweiwöchigen Südamerika- und Karibik-Reise: „Der siebenten Platz von vergangenem Wochenende beim Sprint-Weltcup war auf jeden Fall nochmals das i-Tüpfelchen dieser Saison. So kann ich sehr optimistisch in die neue Saison gehen und die Vorbereitung bereits auf den Juli und den August und damit die Olympischen Spiele ausrichten.“

Peter Weihs
Peter Weihs
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