23.10.2019 04:24 |

20.000 Negative

Kärntner Historiker fand Fotoschatz in den USA

Eine Sensation gelang dem aus Töplitsch stammenden Chef des Bildarchivs der Nationalbibliothek Hans Petschar. Er stieß in den USA auf den Fotonachlasses von Yoichi Okamoto. Der gebürtige Japaner war bis 1954 Leiter des amerikanischen Bilddienstes in Österreich.

Okamoto hatte wie kein anderer die Möglichkeit, das Österreich der Nachkriegszeit festzuhalten. Der Nachlass: 20.000 Negative und 900 Prints. 1944 war er nach Europa gekommen und wurde Fotograf von General Clark, dem Oberkommandierenden der US-Armee in Österreich. In Österreich fand er auch seine Frau Paula. Gemeinsam mit ihr und den Kindern Philip und Karin kehrte Okamoto 1954 in die USA zurück und wurde von Lyndon B. Johnson zum offiziellen Fotografen des Weißen Hauses ernannt.

Petschar: „Heuer wandten sich die Erben an die österreichische Botschaft in den USA. Alles Weitere war geheime Kommandosache.“

Petschar erbat sich zehn Tage, etwas Budget, flog in die USA und kehrte mit dem Fotoschatz zurück. Zurückgekehrt ist auch Yoichi Okamoto. 1970 bereiste er mit seiner Paula und einer Kamera noch einmal unser Land. Er starb 1985.

Fritz Kimeswenger
Fritz Kimeswenger
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