16.10.2019 11:33 |

„Propaganda“ im Visier

Ölanlage attackiert: US-Cyberangriff auf den Iran

Die USA haben laut Insidern einen Cyber-Angriff auf den Iran gestartet. Der Schritt sei Ende September nach den Attacken auf Ölanlagen des US-Verbündeten Saudi-Arabien erfolgt, sagten zwei Vertreter der US-Regierung der Nachrichtenagentur Reuters. Der Cyber-Angriff habe darauf abgezielt, den Iran an der Verbreitung von „Propaganda“ zu hindern.

Das US-Verteidigungsministerium wollte sich nicht zu den Reuters-Informationen äußern. Offiziell haben die USA mit der Entsendung Tausender weiterer Soldaten nach Saudi-Arabien reagiert, um die Verteidigungsmöglichkeiten des Partners zu stärken.

Unter Experten gelten solche Cyber-Angriffe als Weg zur Vergeltung, ohne den Gegner frontal anzugreifen. „Man kann Schaden verursachen, ohne Menschen zu töten oder Dinge in die Luft zu sprengen“, sagte etwa James Lewis vom Zentrum für Strategische und Internationale Studien in Washington.

Am 14. September war bei einem Drohnen-Angriff das Zentrum der saudi-arabischen Ölindustrie getroffen worden. Fast die Hälfte der Produktion des weltgrößten Ölexporteurs wurde lahmgelegt. Offiziell reklamierten vom Iran unterstützte Houthi-Rebellen aus dem Bürgerkriegsland Jemen die Tat für sich.

Saudi-Arabien, die USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland machen aber den Iran direkt verantwortlich, was dieser zurückweist. Zwischen den USA und dem Iran haben sich die Spannungen deutlich zugespitzt, nachdem US-Präsident Donald Trump das internationale Atomabkommen mit dem Iran 2018 einseitig aufgekündigt hatte.

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