17.09.2019 08:33 |

Feiern als Politikum

Klares Nein zu neuen Festen in der Altstadt

Die Debatte um die vielen Veranstaltungen im Herzen der Mozartstadt geht weiter. Am Montag präsentierte die SPÖ ihr Modell für die Nutzung der historischen Plätze. Im Wesentlichen soll alles beim alten bleiben. Die Grünen legten zehn Richtlinien für Altstadtfeste vor, die eine echte Beschränkung vorsehen.

„Weiteres Wachstum kann es nicht mehr geben, aber wir stehen zu den Veranstaltungen“, sagt der rote Stadtvize Bernhard Auinger. So wie Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP) will auch Auinger in Zukunft Ausnahmen genehmigen.

Zwei stehen für 2020 schon fest: Die Eisenbahnermusik feiert mit einem Bierzelt auf dem Kapitelplatz ihr 100-Jahre-Jubiläum. Und die Wiener Kultband Wanda plant, wie berichtet, ein Open-Air-Konzert auf dem Residenzplatz.

Weitere neue Veranstaltungen sollten in den Hof von Schloss Mirabell, auf den Mirabellplatz oder den Bahnhofsvorplatz ausweichen, meint Auinger.

Von Ende Juni 2018 bis Anfang Juli 2019 wurde der Residenzplatz an 117 Tagen genutzt, der Kapitelplatz an 184 Tagen, der Mozartplatz an 179 und der Domplatz an 172 Tagen – zu viel, finden die Stadt-Grünen. Sie schlagen für den Residenzplatz maximal 90 und für die anderen Plätze maximal 140 Veranstaltungstage vor.

ÖVP-Gemeinderat und „Sternbräu“-Wirt Harald Kratzer sieht es ähnlich: „Es gibt eine Übernutzung. Da werden wir in Zukunft auch Nein sagen müssen.“

Auf- und Abbau sollen schneller gehen

Einig sind sich die drei Regierungsparteien in zwei Punkten: Auf- und Abbau müssen erstens schneller gehen, sodass die Zahl der „bespielten“ Tage sinkt. Die Grünen wolle maximal fünf Aufbautage genehmigen. Aktuell laufen schon seit der Vorwoche die Vorbereitungen für den Rupertikirtag, der am Freitag beginnt.

Und zweitens soll es für Veranstalter künftig einen Termin im Herbst geben, zu dem die Feste im Folgejahr angemeldet sein müssen.

Wolfgang Fürweger
Wolfgang Fürweger
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