10.08.2019 07:20 |

2 Kilo pro Person

Jagd auf Herrenpilz und Eierschwammerl eröffnet

Die Saison ist eröffnet, lasset das Sammeln beginnen! Im August und September ist die beste Zeit zum Schwammerln suchen. Das Wetter wechselt oft zwischen Hitze und Regen, was die Pilze sprießen lässt. Verglichen mit dem Vorjahr rechnen Experten heuer aber mit einer weniger starken Saison.

Es ist soweit! Spät aber doch lassen sich die Schwammerl in den Salzburger Wäldern blicken. „Besonders viele Pilze findet man im Lungau, auch Hüttschlag und Radstadt sind für Pilze-Liebhaber ein guter Tipp“, erklärt Andreas Thomasser vom Naturschutz-Referat in Salzburg.

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es aber doch: Da es heuer über lange Zeit heiß und trocken war, sind viele Pflanzen eingegangen. „Da wir weniger Schwammerl haben, gibt es auch in dieser Saison auch weniger Probleme mit sammelwütigen Leuten“, ergänzt Thomasser.

„Saison verschiebt sich durch Hitze“

Thomas Rücker, Experte für Mykologie erklärt: „Aus heutiger Sicht kann man sagen, dass sich die ganze Saison zeitlich nach hinten verschiebt. Aber im vergangenen Jahr ist auch erst in der zweiten August-Hälfte ein Boom gewesen, also warten wir mal ab, was kommt.“ Auf die Frage, warum die Pilze heuer erst später kommen, meint der Experte: „Das hat vor allem mit dem schneereichen Winter und der lang andauernden Trockenheit in den Wäldern zu tun. Weder im Mai noch im Juni hat es viele Regentage gegeben, all das wirkt sich negativ auf das Wachstum der Pflanzen aus.“

Auswirkungen auf die heimische Pilzlandschaft hat auch der Klimawandel. "Es kann durchaus sein, dass einige Pflanzen und Tiere in Zukunft durch längere Hitze- und Trockenperioden in höhere Gebiete ausweichen. Auch die Pilze. Schwammerl-Liebhaber werden also immer mehr im Hochgebirge suchen müssen“, meint Rücker.

Gebote für Pilzjäger

Grundsätzlich ist bei der Jagd nach Pilzen Rücksicht und Vorsicht geboten. Oberstes Gebot: Pro Person dürfen am Tag maximal 2 Kilogramm Schwammerl mitgenommen werden. Halten sich Personen nicht daran, fallen hohe Geldstrafen an. Außerdem raten Experten, zum Schutz der Waldtiere zwischen Vormittag und dem frühen Abend auf die Suche zu gehen. Für nähere Informationen bietet das Haus der Natur eine Pilzberatung an.

Stephanie Angerer
Stephanie Angerer
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