18.07.2019 06:00 |

Es gab ein „Happy End“

Schilcher Gin: Konzern wollte Steirer klagen

Na Prost! Ein Milliarden-Konzern wollte die Hersteller des Schilcher Gin verklagen: wegen einer angeblichen Markenrechtsverletzung. Die Steirer ließen sich jedoch nicht einschüchtern. Sie fühlten sich im Recht und weigerten sich, die Forderungen zu erfüllen. Jetzt gab es erfreulicherweise ein „Happy End“!

Gemeinsam mit Ferdinand Windisch, einem Schilcherbauern aus St. Stefan ob Stainz, hat der Sommelier Udo Riegler - er leitet das Haubenlokal Essenzz im Stainzerhof - Anfang des Jahres einen Schilcher-Gin auf den Markt gebracht.

Als sie im Mai einen Brief von einem Wiener Patentanwalt bekamen, mussten sie sich auf den Schreck hin zuerst einmal ein Glas genehmigen. Er drohte ihnen nämlich mit einer Klage. Sie hätten quasi das Logo eines polnischen Wodka-Herstellers kopiert, lautete der Vorwurf.

Man muss schon sehr viel Fantasie haben (oder zuviel Wodka intus), um eine Ähnlichkeit zu erkennen: Das Logo des Polen-Wodkas besteht aus einem Bauwerk, das wohl ein Schloss darstellen soll, mit Ästen darüber - das vom Schilcher Gin aus vier nebeneinander stehenden Bäumen. Verwechslungsgefahr: gleich null.

Der polnische Wodka gehört zu einem milliardenschweren Konzern, der für seine aggressiven Geschäftspraktiken berüchtigt ist. Die Steirer wollten aber nicht klein beigeben und nahmen sich einen Anwalt. Dieser antwortete in ihrem Namen - höflich, aber bestimmt: Man sei nicht zur Löschung der Marke bereit.

Laut Anwalt ist die Sache erledigt
Seitdem haben sie nichts mehr gehört: „Die Widerspruchsfrist ist verstrichen. Der Anwalt geht daher davon aus, dass die Sache damit abgeschlossen ist“, ist Riegler erleichtert. Auf den Anwaltskosten bleiben die Steirer allerdings sitzen...

Ernst Grabenwarter
Ernst Grabenwarter

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