11.06.2019 12:43 |

Von Lkw erfasst

E-Scooter-Boom fordert erstes Todesopfer in Paris

Der E-Scooter-Boom hat in Paris sein erstes Todesopfer gefordert: Der 25-jährige Fahrer eines elektrischen Tretrollers war am Montagabend in der französischen Hauptstadt von einem Lastwagen erfasst worden. Wie mehrere französische Medien unter Berufung auf die Polizei berichteten, soll der Fahrer des E-Scooters den Vorrang des Lasters missachtet haben.

Nach Angaben des Senders Franceinfo handelt es sich um den ersten tödlichen Unfall mit einem elektrischen Tretroller in der französischen Hauptstadt. Zuletzt war ein Fußgänger in der Stadt Levallois-Perret bei Paris gestorben, nachdem er von einem E-Scooter erfasst wurde.

Erst in der vergangenen Woche hatte die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo weitere Einschränkungen für die Nutzung der Roller angekündigt. Sie sollen etwa künftig nicht mehr auf Gehsteigen geparkt werden dürfen. Die E-Scooter sollen außerdem in Parks und Gärten verboten werden. Bereits untersagt ist es in Paris, mit den Rollern auf Gehsteigen zu fahren. Die Roller hätten sich auf eine „anarchistische Weise“ vervielfacht, monierte Hidalgo auf Twitter. Derzeit gebe es zwölf Betreiber mit rund 20.000 E-Scootern, ohne Regulierung würden es bis zum Jahr 2020 doppelt so viele sein. In der Vergangenheit hatten sich laut Hidalgo Unfälle gehäuft.

In Österreich gelten für E-Scooter mit einer Bauartgeschwindigkeit von maximal 600 Watt und 25 km/h seit dem 1. Juni neue Regeln. Demnach müssen Personen, die mit solchen Geräten unterwegs sind, vorhandene Radwege benutzen. Gibt es solche nicht, muss auf der Fahrbahn gefahren werden. Gehsteige und Zebrastreifen sind in der Regel tabu. Allerdings können die zuständigen Behörden einzelne Gehsteige per Verordnung freigeben. Kinder ab zwölf Jahren dürfen alleine mit dem E-Scooter fahren, jüngere - so sie nicht einen Radfahrausweis besitzen - dürfen dies nur in Begleitung. Für Benutzer von E-Scootern gilt außerdem eine 0,8-Promille-Grenze.

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