06.06.2019 14:11 |

Selbst kükenlos

Pinguinpaar tötet aus Eifersucht vier Artgenossen

Bekannt sind sie als liebenswürdige Watschler, doch was sich im Dresdner Zoo zugetragen hat, haben selbst Experten nicht erwartet: Ein Pinguinpaar ging in einem Gehege plötzlich auf vier Artgenossen los - darunter zwei Jungtiere - und tötete sie. Das Motiv hinter der Attacke ist unter Menschen weit verbreitet. So handelten die Tiere vermutlich aus Eifersucht.

Im April gab es im Zoo Dresden noch Grund zur Freude: Gleich drei Pinguinpaare erwarteten Nachwuchs. Zwei Paare brüteten ihre Eier erfolgreich aus, vier gesunde Jungtiere kamen zur Welt. Bei dem dritten Paar hatte die Befruchtung des Eies jedoch nicht geklappt. Als mit dem Schlüpfen eines Kükens definitiv nicht mehr zu rechnen war, entfernten Tierpfleger das Ei aus dem Nest. „Da es mit der Zeit faulig und somit auch zu einem gesundheitlichen Risiko für die Pinguine werden konnte“, begründete der Zoo diesen Schritt - der schlimme Folgen haben sollte.

„Stressbedingtes Herzkreislaufversagen“
Am 21. Mai watschelte das Pinguinpaar in die Bruthöhle eines der anderen Paare. Die beiden Pinguine gingen auf die dort mit ihren Eltern lebenden etwa zehn Tage alten Küken los und töteten sie.
Wenige Tage darauf attackierte das Pinguinpaar dann noch die Eltern der anderen beiden Jungtiere. „Die Altvögel verstarben kurz nach den Angriffen vermutlich an einem stressbedingten Herzkreislaufversagen“, heißt es in einer Aussendung des Zoos.

Ein vergleichbares Verhalten bei ausgewachsenen Pinguinen wurde von den erfahrenen Mitarbeitern des Zoos noch nie beobachtet. Zu den Angriffen sei es daher völlig unerwartet gekommen. Ähnliche Verhaltensweisen seien bei anderen Pinguinarten im Freiland aber jedoch schon vorgekommen. Die beiden überlebenden Jungvögel entwickeln sich laut dem Zoo weiterhin sehr gut. Sie werden nun von Tierpflegern mit der Hand aufgezogen.

Charlotte Sequard-Base
Charlotte Sequard-Base
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