Sturm verpasste damit wichtige Punkte im Rennen um die Top-Drei und somit um die Europacup-Plätze, Kapfenberg baute hingegen den Vorsprung auf Schlusslicht Kärnten auf 14 Punkte aus.
KSV kämpferisch
Sturm-Trainer Franco Foda nutzte die Breite und Größe seines Kaders aus und baute sein Team nach den 120 Cup-Minuten vom Dienstag gegen die Admira gleich an vier Positionen um. So rutschte auch Kienast ins Aufgebot, der in der 14. Minute - nach starker Kapfenberger Anfangsphase - frei stehend aus wenigen Metern nur die Latte traf. Kapfenberg blieb aber ein unangenehmer sowie kämpferisch überzeugender Gast und verhinderte dadurch ein Übergewicht des Favoriten.
Fehler in Sturm-Abwehr
Die Führung der Kapfenberger kam dennoch eher aus heiterem Himmel, und resultierte vor allem aus einem haarsträubenden Fehler in der Sturm-Abwehr. Sonnleitner gab einen schrecklichen Rückpass ab, Pavlov holte sich den Ball, überspielte Gratzei, zögerte mit dem Abschluss, überspielte noch einmal Gratzei und schoss dann am auf der Linie postierten Sonnleitner vorbei ins kurze Eck (35.). Dass es zur Pause nicht 0:2 stand, hatte Sturm Gratzei zu verdanken, denn der Tormann parierte eine Doppelchance von Pavlov und Sencar (jeweils per Kopf, 41.) sensationell.
Foda gab seinen elf Schützlingen noch eine Chance und verzichtete in der Pause auf Auswechslungen. Und die Sturm-Kicker bedankten sich rasch bei ihrem Trainer. Nach Hölzl-Querpass in den Rücken der Abwehr schob Kienast souverän ins rechte Eck ein (49.). Jene Sturm-Fans, die danach die große Sturm-Angriffswelle erwarteten, wurden jedoch enttäuscht. Nach einem Lamotte-Kopfball knapp neben das Tor (53.) flachte das Match wieder stark ab. Mit den Einwechslungen von Lavric und Haas sorgte Foda im Finish noch einmal für frischen Wind, mehr als eine elferwürdige Attacke von Hüttenbrenner an Hölzl (82.) und ein Muratovic-Lattenschuss (89.) passierte aber nicht mehr.
Stimmen zum Spiel
Franco Foda (Sturm-Trainer): "Meine Mannschaft hat alles gegeben, durch einen schweren individuellen Fehler sind wir aber leider in Rückstand geraten. Danach haben wir aus vielen Chancen nur ein Tor erzielt. Schade, dass heute nicht die bessere Mannschaft gewonnen hat."
Werner Gregoritsch (Kapfenberg-Trainer): "Heute haben wir so gespielt wie wir vor einer Woche spielen hätten sollen (0:3 daheim gegen Sturm, Anm.). Ich bin glücklich über dieses Remis, meine Mannschaft hat leidenschaftlich gespielt. Aber wir hatten heute auch das Glück auf unserer Seite. Der Matchball für uns war der Kopfball von Sencar, aber Gratzei hat eine Weltklasseparade geboten."
Fakten
SK Sturm Graz - Kapfenberger SV Superfund 1:1 (0:1)
Torfolge: 0:1 (35.) Pavlov, 1:1 (49.) Kienast
Sturm: Gratzei - Lamotte (76. Lavric), Schildenfeld, Sonnleitner,Kandelaki - Hölzl, Hlinka (67. Muratovic), Weber, Jantscher -Beichler (84. Haas), Kienast
Kapfenberg: Wolf - Osoinik, Rauscher, Schönberger, Schellander -Siegl, Hüttenbrenner, Sencar, Felfernig (66. Tieber) - Pavlov (87.Schmid), Heinz (93. Alar)
Gelbe Karten: Hlinka, Lavric bzw. Hüttenbrenner, Schellander,Felfernig, Sencar, Osoinik, Heinz
Die besten Spieler: Gratzei, Jantscher, Schildenfeld bzw. Pavlov,
Sencar, Heinz
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