Di, 21. Mai 2019
10.05.2019 15:19

Nach „Krone“-Bericht

Liga ermittelt! Wr. Neustadt droht Lizenzentzug

Die Bundesliga greift durch! Nach den schweren Vorwürfen von Ex-Trainer Gerhard Fellner in der „Krone“ hat der Senat 5 (Lizenzausschuss) ein Disziplinarverfahren gegen den SC Wiener Neustadt eingeleitet. Der Strafrahmen bei Verstößen gegen die Lizenzkriterien reicht von einer Verwarnung über eine Geldstrafe bis hin zu einem Punkteabzug oder Lizenz- bzw. Zulassungsentzug. Das verkündete die Liga am Freitag in einer Aussendung.

Der„Krone“-Bericht über die Missstände beim SC Wr. Neustadt schlug vor einer Woche erwartungsgemäß hohe Wellen. Fellner, von dem sich der Club am 1. Mai getrennt hatte, beklagte ausstehende Gehaltszahlungen. Die Club-Präsidentin Katja Putzenlechner „bat mich trotz der Rückstände zu unterschreiben, dass nichts offen wäre, um den Lizenzantrag stellen zu können. Ich würde das Geld zeitnah erhalten, es kam aber nicht. Ich unterschrieb dennoch zum Wohl des Klubs“, so der ehemalige Neustadt-Coach.

Die Niederösterreicher erhielt Anfang April die Bundesliga-Lizenz. Clubs, die eine Profi-Lizenz für die oberste Spielklasse lösen, den Aufstieg aber nicht schaffen, erhalten einen Lizenzbonus von bis zu 250.000 Euro. Etwaige Lizenzierungsboni hat die Liga freilich noch nicht ausgezahlt. Trotzdem wurde man aktiv, forderte Wiener Neustadt bis Freitag zu einer Stellungnahme auf, welche auch fristgerecht eingebracht wurde. Der Senat 5 hat nun eben darauf aufbauend das Disziplinarverfahren in dem weitere Zeugen geladen werden eingeleitet.

Zumindest öffentlich hat sich Wr. Neustadt von den Anschuldigungen des Ex-Trainers distanziert. „Auf das mediale Nachtreten unseres ehemaligen Cheftrainers werden wir nicht reagieren“, hieß es in einer kurzen Presseerklärung vor einer Woche. „Wir halten allerdings fest, dass diese Darstellungen von uns zurückgewiesen werden und behalten uns vor, dieses Thema über unsere Anwälte zu klären.“

Die Sache könnte aber auch für Fellner selbst heikel werden. Der Ex-Coach gab an, dass er trotz Gehaltsrückständen unterschrieb, dass nichts offen wäre, um die Lizenz nicht zu gefährden und in Folge den sogenannten Lizenzbonus für Nichtaufsteiger in der Höhevon 200.000 Euro zu ermöglichen. Liga-Vorstand Christian Ebenbauer: „Das ist für mich wie eine Selbstanzeige.“

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