16.04.2019 06:00 |

Verantwortung bleibt

Der Osterhase ist weder Geschenk noch Kuscheltier

Ostern steht vor der Tür – und damit erlangt auch der Hase wieder seine alljährliche Prominenz. Verschenkt werden sollte er allerdings nur dann in Lebendform, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Denn ein Kaninchen ist kein Kuscheltier – und sollte auch nicht zu einem materiellen Geschenk degradiert werden.

Die gute Nachricht vorweg: „Es werden zum Glück immer weniger Tiere an Feiertagen verschenkt“, sagt Tierschutz-Ikone Inge Welzig. Dennoch sitzen vermutlich auch heuer wieder in so manchen Osternestern echte Hasen. „Dabei sollten Tiere nicht zu materiellen Geschenken degradiert werden“, erklärt Welzig. Denn die Verantwortung für das Lebewesen bleibt, auch wenn die Faszination dafür irgendwann schwindet. Davon kann auch Kristin Müller, Geschäftsführerin des Tierschutzvereins für Tirol, ein Lied singen: „Kinder verlieren recht schnell das Interesse an Tieren, denn sie wollen Spielgefährten.“

„Krone“- Checkliste für künftige Kleintierhalter
Dann landen die Ostergeschenke spätestens im Sommer im Tierheim. Denn gerade Meerschweinchen und Kaninchen sind Fluchttiere – „das heißt, sie wollen gar nicht gestreichelt werden.“ Natürlich gewöhnt sich so manches Häschen daran, verlassen sollte man sich darauf aber auf keinen Fall. Bevor man sich also ein Haustier anschafft, sollte man sich gut damit auseinandersetzen. Kristin Müller hat für die „Tiroler Krone“ eigens eine Checkliste erstellt:

  • Familiensituation: Da Kinder schnell die Begeisterung verlieren, sollten Eltern bereit sein, sich selbst um das Tier zu kümmern
  • Lebenserwartung: Meerschweinchen und Kaninchen werden bis zu zehn Jahre alt. Man trägt die Verantwortung also sehr lange.
  • Haltung: Für Kaninchen ist die Außenhaltung am besten geeignet. Käfige, die in Tierhandlungen zu kaufen sind, entsprechen zwar der gesetzlichen Grundlage, aber haben Mindestmaße. Es empfiehlt sich, ein Gehege „Marke Eigenbau“ - so groß wie möglich. Achtung: Den Winter nicht vergessen! Da brauchen die Tiere ein isoliertes Haus, oder genügend Platz in der Wohnung.
  • Keine Einzelhaltung: Die Tiere müssen mindestens zu zweit gehalten werden.
  • Tierarzt: Ein Tier kann krank werden, die Behandlung beim Arzt kostet - auch daran muss man denken.
Anna-Katharina Haselwanter
Anna-Katharina Haselwanter
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