Wegen Cup-Finale

Protest! Wütende Austrianer „verriegeln“ Stadion

Der Protest gegen den ÖFB-Cup-Final-Standort nimmt immer bizarrere Formen an. Am Samstag trauten viele Fußball-Fans ihren Augen nicht, als Fotos von der - symbolisch - verriegelten Generali-Arena im Internet die Runde machten. Hardcore-Veilchen hatten an verschiedenen Orten im Stadion Schilder mit der Botschaft „Die Tür bleibt zu“ angebracht, um temporär gegen die Austragung des Finales in „ihrem“ Stadion Stimmung zu machen. Mit Rapid und Salzburg stehen einander im Endspiel zwei Erzrivalen gegenüber. (Im Video oben sehen Sie eine Stellungnahme von ÖFB-Geschäftsführer Bernhard Neuhold zur Diskussion um den Final-Standort, abgegeben am Donnerstag).

„Ob Bullen oder grüne Parasiten - kein Finale in Wien-Favoriten“, reimten sich die Fans - rhythmisch etwas hatschert - ihren Frust von der Seele. Dass sich im „Viola Park“, wie die Generali Arena dann heißen muss, ausgerechnet Rapid und Salzburg den Titel ausmachen, stößt den Violetten sauer auf. Und das taten sie am Samstag aktionistisch kund. Gleichsam als erste Drohgebärde hängten sie Eisenketten über die gelben Spruchtafeln und posaunten: „Unbefugte Vereine haben in unserem Stadion nix verloren.“

Die „Fanatics“ montierten die Tafeln nach einer Weile wieder ab. Über Nacht wird das Stadion bewacht, um vor dem Spiel am Sonntag gegen Sturm (Anpfiff um 14.30 Uhr) Störaktionen zu verhindern.

Feindbild Kraetschmer
Es war freilich nicht die erste Protestaktion gegen das im Austria-Stadion geplante Cup-Finale. Erst am Freitag fand sich auf dem Brückengeländer über der A23 ein Plakat mit der Aufschrift: „Kraetschmer, du geldgeiles Hurnkind“.

Ein Fingerzeig in Richtung AG-Vorstand Markus Kraetschmer, der sich stets für die Öffnung der Generali-Arena auch anderen Events gegenüber stark gemacht hat.

ÖFB glaubt an reibungslosen Ablauf
Der ÖFB will am Final-Standort Viola Park jedenfalls festhalten. Zumindest hatte Geschäftsführer Bernahrd Neuhold am Donnerstag zu dieser Causa noch gemeint: "Der ÖFB als Bewerbsführer und Veranstalter des Finales und der FK Austria Wien als Stadioneigentümer sind weiterhin der klaren positiven Überzeugung, dass die Austragung des UNIQA ÖFB Cup Finales im Viola Park reibungslos möglich ist. Wir laden alle am Finale Beteiligten zu einem konstruktiven Dialog und einer engen Zusammenarbeit im Sinne des Fußballs ein.“ Das ganze Statement sehen Sie im Video oben.

krone Sport
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Dienstag, 19. Oktober 2021
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