Wirbel um Böhse Onkelz

Wieder Krach wegen eines Rock-Konzerts in Wels

Nach dem peinlichen Theater rund um brütende Brachvögel am Konzertgelände und der Fast-Absage des Konzerts von AC/DC 2010 machten internationale Musik-Stars lange einen Bogen um die Messestadt. Mit viel Mühe wurden nun die Böhsen Onkelz an Land gezogen – dennoch fliegen wieder die Fetzen.

„Die Stadt kann das Konzert gar nicht absagen, da es auf einem privaten Grundstück und von einem privaten Veranstalter organisiert wird“, hat der Welser FPÖ-Bürgermeister Andreas Rabl kein Verständnis für den Wunsch von ÖVP-Stadtparteiobmann Peter Csar nach einer Absage des Konzerts der Böhsen Onkelz am 7. September auf der Welser Trabrennbahn.

Konzert restlos ausverkauft
Die Veranstaltung ist bereits seit Monaten ausverkauft. Alle 40.000 Tickets waren in Windeseile vergriffen. Am Schwarzmarkt werden bereits Preise von 250 Euro aufwärts verlangt. Csar sieht aber in der Historie der Frankfurter Band ein Problem: „Der Verfassungsschutz hat sich schon mit den Musikern befasst. Es gibt auch Vergleiche mit der rechten Band ,Freiwild‘ , deren Konzert in Wels abgesagt wurde. Deshalb wünsche ich mir aus Sorge um das Image der Stadt, dass auch der Auftritt der Böhsen Onkelz abgesagt wird!“

Privatmeinung des VP-Obmanns
Pikant: In Wels haben FPÖ und ÖVP ein Koalitionsabkommen. Wohl auch deshalb betont Csar, dass es sich ausschließlich um eine Privatmeinung handelt.

Auch Hoteliers sauer
Dicke Luft gibt es nicht nur in der Stadtpolitik. Die Hoteliers sind auf die Organisatoren sauer, weil sie zu spät über den Konzert-Termin informiert worden sind. Ehe sie Extra-Zuschläge für Nächtigungen verlangen konnten, waren wenige Stunden nach Beginn des Ticketsverkaufs alle Betten bereits ausgebucht – zu Nebensaisonpreisen.

Mario Zeko
Mario Zeko
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