2:4 mit Signalwirkung

Oida, Foda! Was machen Herzog & Rogan besser?

Hand auf‘s Herz: Haben Sie sich auch ein bisserl für Andi Herzog gefreut? Israels neuer Teamchef, Österreichs Rekordteamspieler, hat einen sensationellen Start mit vier Punkten aus zwei Spielen hingelegt. Und unsere Nationalmannschaft, gecoacht vom deutschen Trainer-Legionär Franco Foda, hat null Punkte und nach einer desaströsen Defensivleistung ein 2:4 gegen Herzog in Haifa kassiert. Viele haben mir vor dem Spiel mit Augenzwinkern versichert, dass sie „dem Herzerl“ die Daumen drücken würden. Irgendwie symbolisch, denn unser Nationalteam ist weit weniger in den Herzen der österreichischen Fußballfans, als es Andi Herzog (im Video oben sehen Sie, wie er nach dem 3:1 seines Teams zufrieden ist) immer war und auch jetzt noch ist.

ORF-Reporter Oliver Polzer hat doch tatsächlich etwas Originelles bei einem Länderspiel gesagt. Und zwar über Andi Herzog, als er diesen als vielfachen Fast-Teamchef Österreichs beschrieben hat. Herzog wäre äußerst gerne ÖFB-Teamchef geworden, für die ÖFB-Führung (und übrigens auch für Rapid!) war er aber stets zu unerfahren, zu uncool, zu un... - was auch immer!

Wir von krone.at haben seinerzeit nach der Entlassung von Marcel Koller die krone.at-User voten lassen, wer der neue Teamchef werden soll. Andreas Herzog war die klare Nummer eins.

So endete damals das Voting:


Was er als Trainer draufhat, hat Herzog in den USA bewiesen und auch jetzt in Israel. Mit Willi Ruttensteiner ist auch der ehemalige technische Direktor des ÖFB bei unserem Quali-Gegner engagiert, genauso wie Tormann-Trainer Klaus Lindenberger. Und: Andi Herzog hat sich getraut, Österreichs Schwimm-Helden Markus Rogan als „Motivator“ zum israelischen Team hinzuzuziehen. Das wäre beim ÖFB-Team undenkbar.

Zu wenig Feuer!
210 Millionen Euro ist der Kader unserer Nationalmannschaft wert, der von Israel gerade 50 Millionen. Was machen Herzog & Rogan also besser als Foda & Co.? Eine Antwort darauf ist immer mit Vorsicht zu genießen. ABER: Das Auftreten unseres Teams - auch abseits des Rasens - wirkte seit Tagen weit weniger sympathisch, weit weniger energisch, weit weniger befreit als jenes der Israelis nur über die 90 Minuten auf dem Spielfeld. Auch die Interviews von Andi Herzog vor und nach dem Spiel wirkten viel entspannter, viel abgebrühter als jene der Österreicher.

Vielleicht (und hoffentlich!) werden wir ganz am Ende der EM-Qualifikation vor Israel und auch Polen liegen. Aber die Momentaufnahme ist erschreckend. Nach beiden Pleiten sprachen unsere Kicker in den TV-Interviews nur davon, dass man das Spiel kontrolliert habe. Aber wen interessiert das? Wir haben null Punkte. Herzog hat vier - und viele österreichische Fußballfans vergönnen es ihm mehr als unserem aktuellen Team. Da bekommt ein Werbe-Slogan plötzlich einen negativen Beigeschmack: Oida, Foda!

krone.at-Sportchef Max Mahdalik

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Freitag, 04. Dezember 2020
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