Hinweise ignoriert:

Sonderfahrt für Touristen, die Seilbahn versäumten

Vier Touristen aus Brasilien und der Slowakei haben am Dienstag die letzte Seilbahn vom Salzberg Hochtal ins Tal versäumt und wurden mit einer Sonderfahrt nach Hallstatt (Bezirk Gmunden) gebracht. Die Salzwelten überlegen künftig Konsequenzen.

Die vier waren am Dienstag von Wien nach Hallstatt gereist und um 15.30 Uhr mit der Standseilbahn ins Salzberg Hochtal gefahren. Dort besuchten sie die Aussichtsplattform. Obwohl die Zeiten der letzten Talfahrt ausgeschildert sind und Seilbahnmitarbeiter sie darauf hinwiesen, verpassten die 32 und 36 Jahre alten Männer und die 29-jährige Frau aus Brasilien sowie die 27-jährige Slowakin die letzte Seilbahn um 16.30 Uhr. Kurz nach 17 Uhr wussten sie nicht mehr weiter und einer der Brasilianer rief die Polizei.

Kein Abstieg möglich
Ein Abstieg ins Tal kam wegen mehrerer Lawinen und Bäumen über den Wanderweg nicht infrage. So wurde die Seilbahn um 18 Uhr wieder in Betrieb genommen, um die Touristen sicher nach Hallstatt zurückzubringen. Zwei Beamte der Alpinen Einsatzgruppe Gmunden und zwei Mitarbeiter der Salzbergseilbahn waren im Einsatz, die Bergrettung in Bereitschaft.

Fahrlässigkeit
Es komme ungefähr drei bis viermal im Jahr vor, dass jemand die letzte Talfahrt verpasst und die Seilbahn noch einmal in Betrieb genommen werden muss, um die Personen sicher ins Tal zu bringen, sagte Salzwelten-Betriebsleiter Kurt Reiter. „Obwohl wir Hinweisschilder mit den Zeiten haben und unsere Gäste an der Talstation informiert werden.“ Man überlegt nun, in Zukunft Blinklichter und Lautsprecherdurchsagen einzusetzen.

Konsequenzen
Bisher war für diese Sonderfahrten nichts zu bezahlen, doch auch das wollen die Salzwelten überdenken. „So etwas ist nicht angenehm, die Mitarbeiter müssen aus der Freizeit geholt werden“, gab Reiter zu bedenken und nicht alle würden in Hallstatt wohnen. Was so eine außertourliche Fahrt kostet, konnte er nicht gleich beziffern, das müsse das Unternehmen erst errechnen.

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