03.03.2019 11:35 |

Sohn unter Kunden

Mutter verkaufte Drogen an Minderjährige

Eine 39-jährige Mutter hat im Bezirk Ried seit mindestens zwei Jahren regen Handel mit dem Anbau und Verkauf von Cannabis betrieben. Die Pflanzen hatte die Frau selbst mit ihrem Mann in Indoor-Anlagen großgezogen, auch Minderjährige sollen mit der Ware beliefert worden sein. Auch der eigene Sohn wurde mit Drogen versorgt.

Der von den Ermittlern befragte Sohn gab zu, mit 16 Jahren Zugang zu den Substanzen bekommen zu haben. In zwei Aufzuchtzelten wurden große Mengen angebaut und verkauft, bei einer Hausdurchsuchung im Sommer des Vorjahres wurde die Anlage samt Zubehör und getrockneten Marihuanablüten schließlich entdeckt. 

Frau hatte Geldsorgen
Schon seit Längerem soll im Beisein der Kinder Marihuana für den Eigengebrauch angebaut und konsumiert worden sein. Als die Mutter im Jahr 2017 schließlich Geldsorgen plagten, zog sie den Drogenhandel auf. Bis dato wurden zwei minderjährige Abnehmer ausgeforscht.

Schuldner mit Messer bedroht
Ein damals 17-Jähriger aus dem Bezik Schärding hatte der 39-Jährigen innerhalb von nur sechs Monaten 700 Gramm Cannabis im Wer von rund 5500 Euro abgekauft. Er konnte nicht alles bezahlen, woraufhin ein damals 20-jähriger Freund der Tochter der mutmaßlichen Drogenhändlerin den Schuldner mit einem Messer bedrohte. Dieser erstattete damals aus Angst keine Anzeige.

Eine Hausdurchsuchung bei dem Schuldeneintreiber im Februar 2019 brachte nicht nur die Tatwaffe ans Licht, auch hatte der heute 22-Jährige geringe Mengen Cannabis sowie entsprechende Utensilien daheim. Er zeigte sich umfassend geständig und wurde angezeigt.

Anzeige erstattet
Die 39-Jährige und deren Ehemann bestreiten die gegen sie erhobenen Vorwürfe. Anzeige an die Staatsanwaltschaft Ried wurde erstattet, die Jugendwohlfahrt der Bezirkshauptmannschaft Ried informiert. Die Kinder des Paares sind mittlerweile volljährig.

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