Im Innviertel:

Drogen-Eltern verkauften „Gras“ an Minderjährige

„Mei Vodda hot an Marihuanabam“, trällerte einst Hans Söllner. Und vier Kinder im Innviertel können hier aus eigener Erfahrung einstimmen. Ihre Eltern (39, 48) betrieben eine florierende Indoor-Plantage und verkauften Cannabis auch an Teenager und auch die Kindern durften „mitnaschen“.

Die Polizisten hatten zwei Aufzuchtzelte und etwa 180 Gramm getrocknete Marihuana-Blüten in der Wohnung des Paares gefunden. Zuerst hatte das Paar, das vier Kinder hat, das Suchtgift nur für den Eigenkonsum gezüchtet, dann expandierte man, um ein Einkommen zu lukrieren.

Schulden mit Messer eingetrieben
So verkaufte man einem 17-Jährigen aus dem Raum Schärding auch 700 Gramm Cannabiskraut um 5500 Euro. Doch der konnte nicht alles bezahlen und so wollte der 20-jährige „Schwiegersohn in spe“ für die Eltern seiner Freundin Geldeintreiben gehen - mit dem Messer. Der Bedrohte traute sich zuerst nicht Anzeige zu erstatten, jetzt flog der versuchte schwere Raub auch auf.

Sohn belastet Eltern
Ein weiterer minderjähriger Abnehmer wurde ausgeforscht und auch ein minderjähriger Sohn des Paares gab an, dass Mama und Papa ihn mit Cannabis versorgt hätten. Die Drogen-Eltern bestreiten alles, sie wurden angezeigt und die Jugendwohlfahrt wurde eingeschaltet.

Markus Schütz/Kronen Zeitung

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