Sa, 23. Februar 2019
08.02.2019 15:00

Christian Meidlinger

Das Machtsystem der Nummer zwei der Wiener Roten

Beitragstäterschaft zum schweren Betrug wirft der Staatsanwalt Christian Meidlinger aus seiner Zeit als Schwimmverbandspräsident vor. Trotz Anklage will der Gewerkschaftsboss und Vize von SPÖ-Wien-Chef Michael Ludwig, wie berichtet, nicht zurücktreten. In der SPÖ will das (offiziell) auch niemand. Sein Machtgeflecht im roten System Wien ist weitverzweigt.

Neben seiner Tätigkeit als Wiener Gemeinderat und Vorsitzender der Younion-Gewerkschaft hat Meidlinger in zahlreichen Vereinen, Stiftungen, Firmen und Fonds führende Funktionen inne. So ist der mächtige Rote etwa Vorsitzender im Förderverein für Gemeindebedienstete oder auch Prokurist von Hotels in Wien und in der Steiermark.

NEOS sind Geldflüssen auf der Spur
Oft besteht bei diesen Organisationen ein Naheverhältnis zur Stadt Wien. Zum Teil erhalten sie laut NEOS auch finanzielle Unterstützung der Gemeinde. „Im Besonderen ist hier der Wiener Arbeitnehmer Förderungsfonds zu beachten. Meidlinger ist Vorstandsvorsitzender des Fonds, den die Stadt mit 30 Millionen Euro im Jahr subventioniert“, erklärt der pinke Klubobmann Christoph Wiederkehr. Die NEOS bringen nun eine Gemeinderatsanfrage ein, die mehr Licht in die Geldflüsse bringen soll.

Zurück zum Betrugskrimi im Schwimmverband: Meidlinger, für den die Unschuldsvermutung gilt, war dort von 2012 bis 2013 Präsident. Er bestreitet vehement, von illegalen Scheinrechnungen und Missbrauch von Steuergeld etwas gewusst zu haben. Die Justiz hat gegen sieben (ehemalige) Funktionäre, unter ihnen auch Meidlinger, Anklage erhoben. Der Gewerkschafter will sich mit allen juristischen Mitteln dagegen zur Wehr setzen.

Alexander Schönherr, Kronen Zeitung/krone.at

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