Donaubrücke bis 2023?

Beim Bau des Linzer Westrings wird es jetzt ernst!

„Der 7. Jänner 2019 ist ein historisches Datum“, ist auch für Asfinag-Projektleiter Martin Pöcheim der heutige Montag ein ganz besonderer Tag. Seit Mitternacht gilt der Vertrag mit dem österreichisch-itatlienischen Baukonsortium, das die Linzer Westring-Brücke errichtet. Geregelt ist, dass binnen 26 Monaten der Rohbau stehen und spätestens Ende 2023 der Verkehr fließen muss.

Ab heute, Montag, wird’s beim Bau des Linzer Westrings (A 26) ernst. Für die Baufirmen, die um insgesamt 133 Millionen Euro die Donaubrücke samt Auffahrten errichten, beginnt der Kampf gegen die Zeit. Bis Ende Dezember 2023 muss die Verkehrsfreigabe auf der 306 Meter langen Flussquerung erfolgen.

Prämie für rasches Bauen
„Vertraglich ist geregelt, dass sonst Pönalen zu zahlen sind. Allerdings gibt es für einen früheren Bauabschluss auch Prämien“, erklärt Martin Pöcheim von der Asfinag. Für jeden Tag, an dem der Verkehr auf der A 26 früher rollt, zahlt die Asfinag 8000 Euro. Der Bonus ist gedeckelt. Mehr als 150 Tage oder 1,2 Millionen Euro sind nicht möglich.

Erste Sprengungen sind im Februar geplant
Pöcheim geht dennoch nicht davon aus, dass am heutigen Tag 1 eine Riesenarmada an Arbeitern ausrücken wird: „Das liegt sicherlich auch am Wetter. Aber auch bei anderen Projekten dauert es, bis die Arbeiten auf Hochtouren kommen!“ So werden die ersten Sprengungen erst im Februar zu hören sein. Dann sollte es Schlag auf Schlag weiter gehen. Damit auch 2023 die Autos die vierte Linzer Donaubrücke befahren können – vorerst in beiden Richtungen nur auf einer Fahrbahn.

Zweite Etappe soll 2028 fertig werden
Die zweite Spur wird für Baufahrzeuge der zweiten Projektphase, dem Kernstück des Westrings, frei gehalten. Bis 2028 soll der Bau des zweiröhrigen Tunnels unterhalb des Freinbergs, der Ziegelei- und Waldeggstraße abgeschlossen sein.

Projekt kostet 670 Millionen Euro
Drei weitere Jahre sind für die Errichtung der Brücke über die Westbahn und des Lückenschlusses zur A 7 vorgesehen. Insgesamt wird das Projekt 670 Millionen € verschlingen. 85 Prozent davon trägt die Asfinag. Zehn Prozent übernimmt das Land. Den Rest zahlt die Stadt Linz.

Mario Zeko
Mario Zeko
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