Do, 17. Jänner 2019

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03.01.2019 10:58

Objekt Ultima Thule sieht aus „wie Schneemann“

Der 6,4 Milliarden Kilometer von der Erde entfernte Himmelskörper Ultima Thule sieht nach Angaben von NASA-Wissenschaftlern aus „wie ein Schneemann“. Von der Sonde „New Horizons“ zur Erde gefunkte Fotos des fernen Objektes im All zeigten klar, dass dieses aus zwei Eiskugeln bestehe, die schließlich quasi zusammengeklebt seien, berichtete die US-Raumfahrtbehörde.

„Es handelt sich um zwei komplett verschiedene Objekte, die nun zusammengewachsen sind“, sagte Missionschef Alan Stern bei einer Pressekonferenz am Mittwoch. Ein Objekt ist etwa halb so groß wie das andere. Wahrscheinlich seien sie eine Zeit lang umeinander herumgeflogen, bis sie aneinander angedockt hätten, so der Wissenschaftler.

Vorbeiflug am weitest entfernten Weltraumobjekt
„New Horizons“ hatte den 2014 mit Hilfe von Teleskopen entdeckten Himmelskörper am Dienstag überflogen. Ultima Thule (auch als 2014 MU69 bezeichnet) ist damit der am weitesten entfernte und mutmaßlich älteste Himmelskörper, der je von einer Raumsonde untersucht wurde.

Bis zu dem Vorüberflug der Sonde hatten die Forscher nur eine unscharfe Aufnahme, die aus einer halben Million Kilometern Entfernung gemacht wurde und auf der Ultima Thule eher eine Kegel-Form (Bild unten) hatte. „New Horizons“ lieferte nun Bilder aus 27.000 Kilometern Entfernung.

Ultima Thule liegt im Kuipergürtel
Der Himmelskörper ist laut NASA etwa 31 Kilometer lang und dreht sich ungefähr alle 15 Stunden einmal um sich selbst. Ultima Thule liegt in einer dunklen und kalten Weltraumregion namens Kuipergürtel. Die Forscher erhoffen sich von den „New Horizons“-Daten Erkenntnisse über die Entstehung von Planeten.

In den kommenden rund 20 Monaten soll die Sonde „New Horizons“ noch zahlreiche weitere Fotos und Daten von dem historischen Vorbeiflug senden, bei dem sie mit rund 51.500 Kilometern pro Stunde in rund 3500 Kilometern Abstand an „Ultima Thule“ vorbeigeflogen war. Über den Himmelskörper am Rande unseres Sonnensystems war bisher extrem wenig bekannt.

Sonde seit zwölf Jahren unterwegs
Die rund 700 Millionen Euro teure „New Horizons“-Mission hat schon einiges hinter sich: Im Jänner 2006 war die Sonde vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida gestartet, danach an zahlreichen Planeten vorbeigeflogen. Im Jahr 2015 passierte sie schließlich als erstes Raumfahrzeug den Zwergplaneten Pluto.

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