Wirbel in Vöcklabruck

Sextäter (16) sofort vom Unterricht suspendiert

Ein 16-Jähriger, der in einer Berufsschule in Vöcklabruck einer Kollegin ein Messer an die Kehle hielt und zwei weitere Mitschülerinnen sexuell attackierte, ist von der Schule ausgeschlossen worden. Ein 15-Jähriger, der mit einem Freund auf einer Busfahrt in Ach-Hochburg 40 Kinder mit Pistole und Messern bedrohte, besucht weiter den Unterricht.

Nach dem dramatischen Zwischenfall in der landwirtschaftlichen Berufsschule in Vöcklabruck handelte der Direktor sofort und suspendierte den 16-Jährigen. „Wegen Gefahr im Verzug“, betont Landesschulinspektor Johann Plakolm. Ein einstimmig beantragter Konferenz-Beschluss zum Ausschluss von der Schule wurde inzwischen vom Land Oberösterreich auch via Bescheid bestätigt. Plakolm: „Ein ähnlich gravierender Vorfall ist mir nicht in Erinnerung - daher musste rasch und konsequent gehandelt werden.“

„Suspendierung nicht möglich“
In der HTL Braunau nimmt hingegen vorerst weiter jener 15-Jährige am Unterricht teil, der in einem Bus mit einem 16-jährigen Freund 40 Kinder mit der Gasdruckpistole und zwei Messern seines Vaters bedroht hatte. „Der Vorfall ist außerhalb der Schule passiert, eine Suspendierung war nicht möglich - ganz ohne schulische Sanktion wird es aber auch nicht gehen“, sagt Herwig Kerschbaumer von der Landesbildungsdirektion. Von der Bezirkshauptmannschaft Braunau wurde ein unbefristetes Waffenverbot verhängt.

Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

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