Mitschüler bedroht

Bus-Pistolero (15) darf in seiner Klasse bleiben

Mit zwei Messern und einer Gasdruckpistole zielten zwei Burschen (15 und 16) in einem Schulbus im Innviertel auf 40 Schüler. Der 15-jährige Bus-Pistolero geht in die HTL in Braunau, hatte dort sein Waffenarsenal im Spind versteckt. Er wird angezeigt, darf aber weiter in seiner Klasse sitzen.

„Eine Suspendierung ist gar nicht möglich, da er ja niemanden in der Schule bedroht hat, der Schulbus gehört ja nicht zur Schule. Dass er die Waffen im Spind hatte, konnten die Lehrkräfte ja nicht wissen“, so Herwig Kerschbaumer, Büroleiter des Bildungsdirektors. Der Direktor der HTL Braunau, Hans Blocher, will überhaupt nichts von dem Vorfall gewusst haben: „Ich wurde nicht informiert.“

Klassenkonferenz und Staatsanwaltschaft
Dass der 15-jährige HTL-Schüler im Schulbus von Braunau nach Hochburg-Ach gemeinsam mit einem arbeitslosen 16-Jährigen die 40 Mitschüler im Bus mit einem Butterfly-Messer, einem 40 Zentimeter langen Messer und einer Gasdruckpistole bedroht hat, hat für ihn also derzeit kaum schulische Konsequenzen.

Am Freitag wird eine Klassenkonferenz abgehalten und besprochen, ob sich Schüler oder Lehrer bedroht fühlen - und es könnte sein, dass der 15-Jährige zu einer Strafe verdonnert wird, etwa einer Sozialleistung.

Nicht ganz so locker sieht die Polizei die Aktion, die die Burschen zumindest wegen gefährlicher Drohung bei der Staatsanwaltschaft Ried und der Bezirkshauptmannschaft Braunau angezeigt hat. Die Ermittlungen laufen noch, weitere Tatbestände können noch dazukommen, etwa, weil der 15-Jährige die Waffen vom Vater gestohlen hatte.

Jasmin Gaderer, Kronen Zeitung

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