18.01.2010 08:29 |

"Wird zu Speck"

Bauer will Tiroler "Lawinen-Schwein" aus Rache töten

Wegen des "Schweineprojekts" hat ein großer Teil Österreichs empört aufgeschrien. Und jetzt, da es beendet wurde (siehe Infobox), soll eines der Tiere dennoch sterben. Angeblich "aus Rache an den Tierschützern". Doch die kämpfen weiter um das Leben der Schweine.

29 Schweine sollten im Schnee ersticken, ihr Sterben sollte dokumentiert werden. Erhofft hatte man sich daraus Erkenntnisse, wie Lawinenopfer ums Leben kommen. Nach einem Proteststurm wurde das Projekt abgebrochen - das Leben von 19 Schweinen konnte so geschont werden.

"Das Tier wird zu Speck gemacht"
Eines der geretteten Tiere wurde einem Tiroler geschenkt. Und der sagt klar: "Ich bin kein Tierschützer, sondern ein Bauer. Das Tier wird gefüttert, aufgemästet, geschlachtet und zu Speck gemacht." Das Vorgehen der Tierschützer hätte ihm außerdem nicht gefallen. Ist das Abschlachten des Schweines seine Rache an ihnen? "Ganz genau."

"Wer Viecher retten will, soll sich welche kaufen"
Studienleiter Peter Paal zur "Krone": "Wer Viecher retten will, soll sich selber welche kaufen." Und: "Das Projekt soll auf jeden Fall fortgesetzt werden, das wird passieren." Wo die Tiere nun seien und was man mit ihnen vorhätte? "Das steht nicht zur Debatte."

Niki Kulmer von der steirischen "TierWeGe" und die Vier Pfoten zeigen sich fassungslos. Sprecherin Johanna Stadler: "Paal hat unter anderem gesagt, dass er keinem der Tiere das Gnadenbrot gönne und will, dass sie in die Würscht kommen." Dabei hätte man schon einen Platz für die 19 Schweine (zehn sind für die Forschung ja bereits gestorben), wo sie ungefährdet ihr Gnadenbrot bekämen. Kulmer: "Das alles ist unter jeglicher Kritik. Wir kämpfen auf jeden Fall weiter für das Überleben der Tiere!"

von Christa Blümel und Maggie Entenfellner (Kronen Zeitung) und krone.at
Symbolbild

Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Donnerstag, 09. April 2020
Wetter Symbol

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Ihre Cookies sind deaktiviert. Die Seite wird daher möglicherweise nicht korrekt angezeigt.