Mo, 19. November 2018

Geheimdienstpapier

23.10.2018 09:10

Migranten aus Afrika: Europa-Garantie für 2000 €!

Der deutsche Bundesnachrichtendienst (BND) schlägt Alarm: Allen Beschönigungsversuchen zum Trotz gehe der Flüchtlingsstrom von Afrika Richtung Europa unvermindert weiter. Vor allem der Kampf gegen die Schlepperkriminalität bereite großes Kopfzerbrechen. Wie aus einem Geheimpapier des BND, das der „Bild“ vorliegt, hervorgeht, würden Schlepperbosse für ein Bestechungsgeld in der Höhe von 2000 Euro Flüchtlingen die Ankunft in Spanien - und somit in der EU - garantieren.

Wie die „Bild“ weiters berichtete, würden Flüchtlinge gegen die Bezahlung von 1000 Euro drei Versuche erhalten, um es nach Spanien zu schaffen. Für 4000 Euro soll eine Überfahrt nach Europa innerhalb von sechs Tagen garantiert werden. Die Bezahlung werde über einen Treuhänder abgewickelt, der 50 Euro pro erfolgreicher Überfahrt kassiert. Besonders bizarr: Sollte der Flüchtling bei der Überfahrt sterben, macht sich der Treuhänder auf die Suche nach Verwandten, um ihnen das hinterlegte Geld wieder zurückzugeben.

Schlepper können 6000 Migranten pro Monat nach Spanien bringen
Laut BND sind die Schlepper in der Lage, 6000 Migranten pro Monat nach Spanien zu bringen. Gegen weitere Bestechungsgelder sollen die Drahtzieher sogar Informationen über die Patrouillen der Küstenwache erhalten und sie so umgehen können.

Marokko als neues Einfallstor in die EU
Nach Einschätzungen des BND hat Marokko Libyen mittlerweile als größtes afrikanisches Einfallstor für eine Überfahrt nach Europa abgelöst. So würden Migranten bereits gegen ein Bestechungsgeld von 50 Euro die notwendigen Papiere für eine Einreise erhalten.

Ein Toter nach Massenansturm auf Grenzzaun von Melilla
Beim jüngsten Massenansturm auf die spanische Nordafrika-Exklave Melilla war am Sonntag ein Migrant nach einem Herzstillstand ums Leben gekommen. Mehr als 300 Afrikaner - vor allem junge Männer aus Ländern südlich der Sahara - hatten den offiziellen Angaben zufolge von Marokko aus versucht, die rund sechs Meter hohen Grenzzäune zu überwinden. 209 von ihnen sei es gelungen, EU-Gebiet zu erreichen, hieß es am Montag. 140 hätten inzwischen einen Asylantrag gestellt, mehrere beim Ansturm verletzte Migranten würden im Krankenhaus behandelt. 55 Afrikaner wurden von Spanien wieder nach Marokko zurückgeschickt.

Spanien will „legale und geordnete Einwanderung erreichen“
Erst am Samstag hatte der spanische Innenminister Fernando Grande-Marlaska in Madrid seinen marokkanischen Amtskollegen Abdelouafi Laftit empfangen, um „vor allem über den Migrationsdruck“ zu sprechen. Spanien und die EU wollen die Zusammenarbeit mit Marokko verbessern, um - wie das Madrider Innenministerium betonte - „eine legale und geordnete Einwanderung“ zu erreichen. Madrid und Marokko setzten auf eine „Kooperation auf Augenhöhe“. Die spanischen Exklaven in Nordafrika - Ceuta an der Meerenge von Gibraltar und das 250 Kilometer weiter östlich gelegene Melilla - werden von Marokko beansprucht. In der Nähe der beiden Gebiete warten Zehntausende Afrikaner vorwiegend aus Ländern südlich der Sahara auf eine Gelegenheit, in die EU zu gelangen.

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