20.10.2018 06:57 |

Automesse:

Der Mythos ist ungebrochen

Porsche ist zum 70er auf der „Classic Expo“ stark vertreten, dennoch gilt es auch andere Kultkarossen in Augenschein zu nehmen.

Der erste Porsche, ein 356er Roadster ging am 8. Juni 1948 in Gmünd in Kärnten vom Band, oder besser gesagt von der Hand, denn an eine maschinelle Produktion war damals noch nicht zu denken. „Die Abnahmefahrt, die von Gmünd über den Katschberg, Weißensee und Heiligenblut führte, absolvierte damals Chefkonstrukteur Karl Raabe“, verriet Porsche Österreich-Chef Helmut Eggert, der heuer anlässlich des 70-jährigen Porsche-Jubiläums mit Kunden des Hauses diese Ausfahrt in Angriff nahm, und sich so auf die Spuren der Nummer 1 begab.

„Nur einen Monat nach seiner Geburtsstunde, im Juli 1948 hat der 356er mit Herbert Kaes, ein Neffe von Professor Ferdinand Porsche, bereits den Innsbrucker Stadt Grand Prix gewonnen“, führte Hermann Schwarz vom Salzburger Rally Club weiter aus.

Diese Sportlichkeit hat er sich bis heute beibehalten, und auch der Kultfaktor ist über die Jahrzehnte ungebrochen. Neben James Dean, der auf den 550 Spyder abfuhr, ließen sich auch Paul Newman, Steve McQueen oder Herbert von Karajan in seinen Bann ziehen. Was den Mythos Porsche ausmacht, lässt sich kaum in Worte fassen. Ausschlaggebend ist mit Sicherheit, dass hinter der Marke eine ganze Familie steht. Während der Sohn von Prof. Porsche, Ferry den 356er konstruierte, steckt hinter dem 911er und dem 904er wiederum dessen Spross Ferdinand Alexander.

Alle diese Modelle sind selbstverständlich auf der Classic Expo vertreten, die Schwarz vor 14 Jahren ins Leben rief und mittlerweile als führende Oldtimermesse in Europa gilt. „Auch heuer werden bis inklusive Sonntag 400 internationale Aussteller rund 25.000 Fans der Kultkarossen anlocken“, freut sich Messezentrum-Chef Michael Wagner.

Neben allen erdenklichen Marken findet man auch den Abarth. Dessen Gründer Carlo Abarth hätte heuer seinen 110. Geburtstag gefeiert. „Ich habe schon in jungen Jahren für Carlo geschwärmt. Gott sei Dank hat er mich erhört, so dass wir dann gemeinsam unsere Leidenschaft, die Autos, bei vielen Rennen ausleben konnten“, verriet seine Witwe Anneliese bei der Eröffnung.

Wer nicht mit Kunst auf vier Rädern, sondern auf der Leinwand liebäugelt sollte auf der gleichzeitig stattfindenden ART Salzburg Contemporary & Antiques in der Halle 1 vorbeischauen. Nur eines sei jetzt schon gesagt, dort wie da benötigt man das nötige Kleingeld.

Tina Laske
Tina Laske
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