Mi, 24. Oktober 2018

Hotdog ins Gesicht

27.09.2018 13:31

Mitinsassen machen Bill Cosby das Leben zur Hölle

Das das Leben hinter Gittern kein Zuckerschlecken ist, das musste Bill Cosby bereits an seinem ersten Tag im Gefängnis erfahren. Der Schauspieler, der Anfang der Woche wegen schwerer sexueller Nötigung in drei Fällen zu drei bis zehn Jahren Haft verurteilt wurde, wurde kurz nach seiner Inhaftierung von Mitinsassen mit Essen beworfen und stürzte eine Stiege herunter, weil er sich, fast erblindet, alleine nur schwer fortbewegen kann.  

Dass prominente Häftlinge es hinter schwedischen Gardinen meistens nicht einfach haben, musste Bill Cosby gleich zu Beginn seiner Haftstrafe am eigenen Leib erkennen. Der einstige TV-Vorzeigepapa, der nach seiner Verurteilung Anfang der Woche nun in einem US-Gefängnis auf das geplante Berufungsverfahren wartet, wurde von seinen Mitinsassen im Gefängnis nämlich alles andere als freudig begrüßt.

Mit vergammelten Hotdog-Weckerl beworfen
Wie „RadarOnline“ berichtet, sei Cosby von einem Zellennachbarn mit einem „verdorbenen Hotdog-Weckerl“ beworfen worden. Das habe der 81-Jährige, der mit der „Bill Cosby Show“ in den 80er- und 90er-Jahren große Erfolge feiern konnte, seiner Ehefrau Camille am Telefon berichtet. Außerdem sei der Schauspieler, der mittlerweile nahezu erblindet ist, einige Stufen hinuntergestürzt, da er weder seinen Gehstock behalten durfte, noch Hilfe angeboten bekommen habe. 

Der Comedy-Star, dem von 60 Frauen sexuelle Übergriffe unterschiedlicher Art vorgeworfen werden, habe seine Ehefrau zudem angefleht, „jeden anzuheuern“, der ihn „so schnell wie möglich“ aus dem Gefängnis holt. Zuvor scheiterte Cosbys Verteidiger Joseph Green ja bereits beim Versuch, seinen Mandaten gegen Kaution auf freien Fuß zu bekommen, bis über das geplante Berufungsverfahren entschieden ist. 

Cosbys Stern am „Walk of Fame“ bleibt
Seinen Stern auf Hollywoods „Walk of Fame“ darf Bill Cosby indes dennoch behalten. „Die Sterne erinnern nur an die beruflichen Leistungen des Empfängers“, erklärte die Handelskammer von Hollywood ihre Entscheidung. Es sei bedauerlich, wenn das Privatleben der Stars nicht den öffentlichen Erwartungen entspreche. „Die Handelskammer von Hollywood entfernt aber keine Sterne aus dem ,Walk of Fame‘“, hieß es. Es handle sich dabei um eine Art „Kulturdenkmal“, das die großen Persönlichkeiten aus dem Showgeschäft, frühere und heutige, abbilde.

Der Stern für den ehemaligen Star aus der „Bill Cosby Show“ war im November 1977 enthüllt worden. Anfang des Monats war die Plakette beschmiert worden. Ein Unbekannter hatte den 81-jährigen Schauspieler und Comedian als „Serien-Vergewaltiger“ bezeichnet.

Daniela Altenweisl
Daniela Altenweisl

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.